Belgiens Innenministerin erwägt, Quarantäne nach Einreise aus Hochrisikogebieten zu verschärfen

Angesichts von 20 Krankenpflegeschülern aus Indien, die sich mit der indischen Corona-Variante angesteckt haben und die in Aalst und Löwen unter Quarantäne gestellt wurden, erwägt Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V - Foto) die Quarantäneregeln für Einreisen aus Hochrisikogebieten zu verschärfen. 

Verlinden sagte dazu am Freitagmorgen gegenüber VRT NWS, dass  die jungen Inder nach einem zweiten Test 7 Tage nach ihrer Einreise in Belgien alle infiziert waren: „Die Studenten sind sich dessen sehr bewusst, dass sie in Quarantäne bleiben müssen. Also habe ich Vertrauen darin, dass sich diese Ansteckungen nicht weiter verbreiten.“ 

Eigentlich gilt in Belgien faktisch ein Einreiseverbot aus Richtung Indien, weil dies ein Drittland außerhalb der EU ist. Wer dennoch einreisen muss, der ist zu Tests (einer bei der Einreise und ein zweiter nach 7 Tagen) und zu Quarantäne verpflichtet.  

Und doch will Verlinden mit den Ministerpräsidenten der Länder und Regionen besprechen, ob diese Quarantäneregelungen, bzw. die Ausnahmen, die darin enthalten sind, noch strenger gestaltet werden müssen: „Heute kann der, der sich in Quarantäne befindet, diese für die dringendsten Besorgungen verlassen, z.B. um zum Arzt oder zur Apotheke zu gehen. Wir müssen sehen, ob wir diese Richtlinie für Rückkehrer oder Einreisende aus Hochrisikogebieten nicht noch verschärfen müssen.“

Das könnte auch die Ausnahmen betreffen, die für Studierende, für Diplomaten oder für professionelle Beschäftigte aus dem Gesundheitssektor gedacht sind: „Wir müssen prüfen, ob diese Liste adäquat an die Situation angepasst ist. (…) Wir sollten aber auch damit Rechnung tragen, das tägliche Leben nicht noch schwieriger zu gestalten.“  

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