Der Antwerpener Hafen hält sowohl der Corona- und der Suez-Krise, als auch dem Brexit stand

Im Hafen von Antwerpen wurden im ersten Quartal 2021 rund 59,1 Millionen Tonnen Waren und Güter umgeschlagen, was in etwa dem gleichen Resultat im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres entspricht. Einige Bereiche verzeichneten sogar leichten Zuwachs.

Der Containerumschlag stieg zwischen Anfang Januar und Ende März um 0,6 Tonnen bzw. um 2,3 % bei den Standardcontainern (TEU). Damit liegen diese Zahlen mehr oder weniger im gleichen Bereich, wie letztes Jahr, als das erste Quartal stark begann, jedoch nach Ausbruch der Coronakrise leicht Federn lassen musste.

Der Antwerpener Hafen musste allerdings trotzdem mit einigen Problemen durch die Corona-Pandemie fertig werden. So kamen Schiffe und Waren aus Asien durch Corona mit Verspätung in Antwerpen an, was u.a. zu Problemen mit dem Nachschub von leeren Containern sorgte. Und der harte Wintereinbruch im Februar dieses Jahres sorgte für logistische und technische Probleme beim Umschlag.

Im Bereich Stückgut-Umschlag gingen die Umschlagszahlen ebenfalls etwas nach oben und bei der Bulkware (trockenes Massengut) gab es einen Zuwachs um 6,7 % gegenüber dem 1. Quartal 2020. Allerdings ging der Umschlag von flüssigen Gütern im gleichen Zeitraum um 5 % zurück.

Folgen des Suez-Problems?

Die Hafenverwaltung Port of Antwerp geht übrigens davon aus, dass in den kommenden Tagen und Wochen an den Docks Hochbetrieb herrschen wird, denn so langsam kommen all die Schiffe an, die durch die Blockierung des Suez-Kanals durch einen auf Grund gelaufenes riesiges Containerschiff erst jetzt einlaufen werden.

Um sich darauf vorzubereiten, haben sich die Verwaltung, die Terminals und die Reedereien zusammengetan, um das alles logistisch in die Wege zu leiten. Dabei geht es um die Lagerung von Containern und Gütern für den Export, um das Vorhalten von leeren Containern für den Transport allgemein und auch um das rasche Verladen von Containern, Waren und Gütern, die hier ankommen. Hierbei kommt es darauf an, die Kette der Abläufe minutiös zu planen.

Hafen-CEO Jacques Vermeire sagte dazu, dass diese Zusammenarbeit und die Qualität des Hafens allgemein inzwischen Krisen, die dem Brexit, wie Corona und wie die Suez-Blockierung standhalte: „Große logistische Lagerkapazitäten, das weltweite Seefahrt-Routennetz sowie die professionelle und effiziente Arbeit in der Hafengemeinschaft sind die Zutaten unseres Erfolgs.“ 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten