Laden Video-Player ...

Ludivine Dedonder: "Dem Verteidigungsministerium fehlt Personal für seine Einsatzfähigkeit“

Die Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS, frankophone Sozialisten, Foto unten) besuchte am Samstag den Truppenübungsplatz ‚Groot Schietveld‘ in der Gemeinde Brecht (Antwerpen), wo am Freitag während einer Schießübung ein Flächenbrand ausgebrochen war. Sie sagte, dass dem Verteidigungsministerium "die Ausrüstung und das Personal fehlen, um seine eigenen Operationen vollständig zu unterstützen".

Der Minister dankte den Einsatzkräften sowie den kommunalen und provinzialen Behörden für ihre Arbeit während des Brands, der mehr als 500 Hektar eines Naturschutzgebietes verwüstete. Sie lobte auch die Unterstützung durch die niederländische Luftwaffe, die zwei Chinook-Löschhubschrauber entsandte. "Diese Aktion ist ein Beweis für die hervorragende Zusammenarbeit mit unserem Nachbarn."

Ludivine Dedonder sagt, dass die laufende Ermittlung die Ursache des Brands aufdecken muss, aber auch "die Lehren, die man daraus ziehen muss", um eine solche Katastrophe in Zukunft zu vermeiden.

Dennoch unterstreicht sie den Personalmangel, mit dem das Verteidigungsministerium momentan konfrontiert wird. "Während in die Ausrüstung für Auslandseinsätze investiert wurde, hatte das Personal die geringste Priorität. Als ich mein Amt antrat, habe ich deutlich gemacht, dass Personal und Rekrutierung die erste Priorität sind, um die Zukunft unserer Verteidigungsaufgaben wiederherzustellen. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber leider lässt sich dieses strukturelle Problem nicht in ein paar Wochen oder Monaten lösen."

Justiz eröffnet Untersuchung zum Brecht-Brand

Ein Ermittlungsrichter wurde ernannt, um den Brand im Naturschutzgebiet und Militärgelände ‚Groot Schietveld‘ in Brecht (Antwerpen) zu untersuchen, teilte die Antwerpener Staatsanwaltschaft am Samstag mit.  Der Ermittlungsrichter bestellte sofort einen Sachverständigen zur Feststellung der Brandursache ein.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten