Indiens Gesundheitswesen steht angesichts von dramatisch steigenden Corona-Zahlen vor dem Kollaps
Represented by ZUMA Press, Inc.

Belgien sendet Remdesivir und weitere medizinische Hilfe nach Indien

Belgien hilft Indien bei der Bewältigung der dort besonders hart zuschlagenden Corona-Epidemie. Unser Land spendet Indien 9.000 Flaschen des Corona-Mittels Remdesivir, wie Entwicklungshilfeministerin Meryame Kitir (Vooruit) mitteilte. Belgien kann diese Mittel aus der eigenen Reserve nach einer erneuten Bestellung freimachen, so Kitir.

Die belgische Hilfe erreicht Indien über eine entsprechende Aktion der Europäischen Union. Das Einsatzteam der belgischen Armee für akute Hilfe im Ausland, B-Fast, wird die Hilfe in unserem Land koordinieren.

Derweil bleiben die Reisebeschränkungen zwischen Belgien und Indien bestehen. Grundsätzlich sind Reisen zwischen Indien und der EU, bzw. Belgien untersagt, doch es gibt Ausnahmen.

Der Virologe Marc Van Ranst von der Universität Löwen (KU Leuven) fordert, dass unser Land Ausnahmen in dieser Hinsicht stoppt, wie dies Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Italien schon jetzt handhaben.

Belgiens Entwicklungshilfeministerin Kitir von den flämischen Sozialisten (Vooruit) nannte striktere Reisebeschränkungen allerdings eine extrem strenge Maßnahme: „Während des Lockdowns hatte dies einen großen Einfluss auf die Wirtschaft, denn sowohl der Export, als auch der Import von Waren stoppte. Man muss sicherstellen, dass nicht zu viele Menschen wirtschaftlich zu hart getroffen werden.“

Vor einigen Tagen hatten Krankenpflegeschüler aus Indien die indische Corona-Variante in Belgien eingeschleppt. Die 20 jungen Leute, von denen aber nur einige wenige und diese auch nur leicht erkrankten, sind unter eine strenge Quarantäne gestellt worden.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten