Die belgische Co-Produktion "Sound of Metal" gewinnt zwei Oscars

Der Film „Sound of Metal” des amerikanischen Regisseurs Darius Marder, der von der belgischen Produktionsfirma Caviar co-produziert wurde, hat am Sonntagabend zwei Oscars eingeheimst: Den Oscar für den besten Ton und den Oscar für die beste Montage. 

Der Schlagzeuger Ruben und dessen Freundin Lou sind das Metal-Duo „Blackgammon“. Sie fahren mit ihrem Wohnmobil zu ihren Konzerten. Ruben, ein Ex-Junkie, verliert plötzlich sei, Gehör, als die beiden in einem Club einen Soundcheck durchführen. Ein Arzt erklärt ihm, dass er auf beiden Ohren nur noch rund ein Viertel seiner Gehörleistung habe. Bis weitere Untersuchungen durchgeführt werden können, müsse er unbedingt allen lauten Geräuschen aus dem Weg gehen. Weil Ruben aber bei den Konzerten von Blakgammonso laut Schlagzeug spielen will wie sonst, bricht Lou die Tournee ab und Ruben sucht Hilfe in Gehörlosenkreisen.

(Lesen Sie bitte unter dem Trainer von „Sound of Metal“ weiter)

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Die Regie führte Darius Marder, der als Drehbuchautor von Derek Cianfrances „The Place Beyond the Pines“ bekannt wurde. Das Drehbuch für „Sound of Metal“ schrieb er gemeinsam mit seinem Bruder Abraham Marder. Dieser sorgte gemeinsam mit dem Franzosen Nicolas Becker auch für den Ton und für die Filmmusik. Der gesamte Film ist untertitelt, damit ihn auch Gehörlose verstehen können und der Sound wurde in einem besonders geräuschlosen Tonstudio produziert, denn gerade dies sorgt für die besondere akustische Atmosphäre in diesem Streifen. 

Der Ton macht die Musik

Bert Hamelinck (Foto unten), der belgische Produzent von „Sound of Metal“ freute sich ungemein über die 2 Oscars für diesen Film und berichtete für VRT NWS aus Los Angeles, dass dies besonders für einen Flamen ein besonderes Ereignis sei: „Es war phantastisch. Ich bin noch immer überwältigt.“ Auch er unterstrich die Rolle des Tons in diesem Streifen: „Alles wird über das Geräusch erzählt: Wie die Hauptrolle die Welt vor und nach dem Gehörverlust erlebt. Wir haben hart daran gearbeitet, um das innere Geräusch gut im Film festhalten zu können und das wurde jetzt belohnt.“

Bert Hamelinck vom belgischen Produktionshaus Caviar

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