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Zwei Sekundarschullehrer aus Brüssel organisierten eine illegale Klassenfahrt in die Türkei

Zwei Lehrer einer Sekundarschule in Brüsseler Stadtteil Vorst haben während den vergangenen Osterferien eine Klassenfahrt in die Türkei organisiert, die sie in ihrer eigenen Schule nicht angemeldet hatten. Diese Schulreise war demnach nicht genehmigt und verstieß gegen die seinerzeit in Belgien geltenden Corona-Maßnahmen. 

Die beiden Lehrpersonen hatten diese Schulreise vor den Osterferien organisiert und die Gruppe hatte sich in den Ferien auf den Weg gemacht. Offenbar hatten die Eltern der 12 betroffenen Schulkinder dieser Klassenreise zugestimmt. Um das in Belgien seinerzeit geltende Reiseverbot zu umgehen, wurden die Flüge nach Istanbul über den Flughafen Köln-Bonn gebucht und die Gruppe wurde mit einem Reisebus nach Köln gebracht und dort auch wieder abgeholt.

Die Direktion der betroffenen Schule kündigte Maßnahmen gegen die Lehrer an, die diese Reise organisiert hatten und sammelt dazu alle möglichen verfügbaren Unterlagen und Informationen. Der Verwaltungsrat der Schule prüft Sanktionen gegen die beiden Lehrer, die aber noch das laufende Schuljahr abschließen sollen.

Bewusst Risiken eingegangen

Einige der Schüler, die an dieser Reise teilgenommen hatten, sagten gegenüber unseren Kollegen des frankophonen Rundfunks RTBF, dass diese Reise bereits für 2020 geplant war, aber durch Corona abgesagt werden musste. Da diese Reise nicht rückerstattet wurde, habe man beschlossen, doch zu fahren. Man sei sich den Risiken bewusst gewesen, auch, wenn diese Klassenfahrt eigentlich verboten war.

Die Direktion der Schule erfuhr davon erst, als die Reisegruppe wieder nach Brüssel zurückgekehrt war. Laut der frankophonen Tageszeitung La Dernière Heure, die diese Sache ans Tageslicht brachte, seien die Eltern der Schüler davon ausgegangen, dass diese Reise mit der Genehmigung der Schule erfolgt sei. Allerdings ließen sich die Mitglieder der Reisegruppe bei ihrer Rückkehr zweimal testen und sie begaben sich danach auch in Quarantäne. 

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