65 % mehr Anrufe bei Stop it Now: mehr Besorgnis über sexuellen Kindesmissbrauch in Corona-Zeiten

Die Zahl der Anrufe bei Stop it Now, der anonymen Rufnummer zur Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch, ist 2020 um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt hat die Organisation mehr als 1.500 Anrufe im vergangenen Jahr erhalten. 

“Diese Krise hat wieder einmal bewiesen, dass die Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch absolut notwendig ist”, erklärte Minne De Boeck, Kriminologin und Projektleiterin von Stop it Now am Forensischen Universitätszentrum: "Die Zahlen und Berichte über sexuelle Gewalt innerhalb der Familie sind in der Corona-Krise gestiegen, aber auch der sexuelle Missbrauch von Kindern im Internet hat enorme Ausmaße angenommen." 

Die Zahl der Anrufe ist 2020 um 65 Prozent im Vergleich zu 2019 gestiegen. Die meisten Anrufe kamen von Menschen, die mit pädophilen Neigungen kämpfen. Aber auch Leute, die sich Sorgen um einen Angehörigen machten, riefen die Beratungsstelle häufiger an. 

"Jene, die sich über ihre eigenen Neigungen oder ihr Verhalten gegenüber Minderjährigen Sorgen machten, suchten insbesondere Hilfe wegen ihres Bilderkonsums im Internet”, so De Boeck: "Das ist nicht verwunderlich, da während des Lockdowns mehr Zeit online verbracht wurde." 

Stop it Now ist unter diesem Link zu erreichen. 

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