Fahndungsfotos und Warnung: Wer an "La Boum 2" teilnimmt, riskiert Bußgeld

Der Bürgermeister von Brüssel Philippe Close (PS) und die Polizeibehörde von Brüssel-Hauptstadt-Elsene warnen alle, die an der verbotenen Party im Brüsseler Terkamerenbos am Samstag, dem 1. Mai teilnehmen möchten. Wer bei “La Boum 2” auftaucht, riskiert ein Bußgeld.  Zeitgleich veröffentlichen die Justizbehörden Fahndungsfotos von vier Leuten, die wegen Ausschreitungen gegen die Polizei bei der ersten illegalen Party am 1. April gesucht werden.

Die vorige Ausgabe von La Boum am 1. April war als Aprilscherz gedacht gewesen, lockte aber Tausende junge Leute in den Terkamerenbos. Diese missachteten die Corona-Vorschriften und weigerten sich, den Park zu räumen, als sie von der Polizei aufgefordert wurden. Es kam zu Zusammenstößen. Die Polizei setzte  berittene Truppen und Wasserwerfer ein. Dutzende wurden verletzt, sowohl bei den Ordnungskräften als auch bei den Jugendlichen.  

In den letzten Wochen machte ein Aufruf in den Social Media die Runde, sich am 1. Mai erneut im Terkamerenbos zu treffen. Auf Facebook wurde die Ankündigung von La Boum 2 inzwischen gelöscht.

Aus Angst vor einer Wiederholung der Ereignisse haben der Bürgermeister von Brüssel und die Polizei unmissverständlich vor der Teilnahme an "La Boum 2" gewarnt.  

In einer Mitteilung heißt es, dass die Polizei die Personalien aufnehmen wird und jeden wegen des Verstoßes gegen die Corona-Maßnahmen strafrechtlich verfolgt wird.

Polizei fahndet nach 4 Personen nach erster La Boum am 1. April

Die Polizei hat Fotos von vier Personen veröffentlicht, die auf der verbotenen Party La Boum im Brüsseler Terkamerenbos möglicherweise Polizeibeamte verletzt oder Polizeifahrzeuge beschädigt haben.  Es handelt sich um zwei junge Männer und zwei junge Frauen.  

Dass solche Fahndungen veröffentlicht werden, ist nicht ungewöhnlich. Nach Krawallen oder öffentlichen Unruhen in Brüssel, wie zum Beispiel nach den Black-Lives-Matter-Protesten im vergangenen Jahr, bitten die Behörden die Bevölkerung auch um Mithilfe bei der Suche nach Verdächtigen. 

Dass die Fahndungsfotos aber ausgerechnet vor dem 1. Mai veröffentlicht werden, hat vermutlich mit dem Aufruf zu tun, eine weitere La Boum am Samstag abzuhalten.

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