Ministerpräsident Vervoort und EU-Kommissar Hahn werden Abbau der EU-Büros in Brüssel besprechen

Am 25. Mai werden der Brüsseler Ministerpräsident Rudi Vervoort (PS) und EU-Kommissar Johannes Hahn die zukünftige Immobilienstrategie der Europäischen Kommission in der Hauptstadt-Region besprechen. Anfang der Woche hatte es geheißen, die EU-Kommission werde die Anzahl ihrer Bürogebäude in Brüssel bis 2030 um 50 Prozent reduzieren. 

Vervoort kündigte an, dass er sich nach Fragen der flämischen Grünen und der frankophonen linksextremen PVDA mit Johannes Hahn treffen werde, der für Verwaltung und Haushalt der Kommission zuständig ist.  

Anfang dieser Woche wurde berichtet, dass die Europäische Kommission bis zum Jahr 2030 etwa die Hälfte der derzeit von ihr genutzten Gebäude verlassen werde. Die Behörde wolle ihre Verwaltung auf zwei Zentren konzentrieren: das Gebiet um den Schuman-Platz und das Gebiet um den Rogier-Platz. Die Bürogebäude in Evere, Elsene und Ouderghem würden alle geräumt. 

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise ist die Arbeit im Homeoffice für die Beamten der EU-Institutionen zur Norm geworden. Die Europäische Kommission will die Arbeit zu Hause zu einem festen Bestandteil des Arbeitslebens ihrer Beamten machen.  

Der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt sagte, er gehe davon aus, dass 40 % der Arbeit von zu Hause aus und immer noch 60 % der Arbeit im Büro erledigt werden würde. Der Fortbestand der Büros in Brüssel sei also nicht bedroht, wie einige zu schließen schienen, meinte Vervoort. 

Die Europäische Kommission hatte bereits vor der Corona-Krise angekündigt, dass sie ihren Übersetzungsdienst von Evere an einen neuen Standort am Brüsseler Nordbahnhof verlegen wolle. 

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