Corona-Proteste: Düstere Botschaften auf den Brüsseler Justizpalast projiziert

Auf der Fassade des Justizpalastes in Brüssel waren in der Nacht zum Samstag einige düstere Botschaften zu lesen, die darauf projiziert wurden. Sie suggerierten, dass die Politiker, die die geltenden Corona-Maßnahmen zu verantworten haben, hier wegen Vergehen gegen die Bürger gerichtet werden sollen. Unter den Botschaften waren auch Galgenstricke zu sehen (Foto).

Neben dem Justizpalast wurden waren solche Botschaften auch an der Hallepoort zu lesen. Die Polizei brach die Aktion ab und verhängte Bußgelder, da dieser Vorgang nach Beginn der Brüsseler Sperrstunde stattfand. Die Verantwortlichen für diese bitterböse Aktion sollen die gleichen sein, die das illegale Festival „La Boum 2“ an diesem 1. Mai veranstalten wollen, eine Protestveranstaltung gegen die Corona-Maßnahmen, die inzwischen auch von Corona-Leugnern unterstützt wird.

Aufrufe zur Teilnahme an dieser Veranstaltung wurden inzwischen aus dem Internet entfernt und eine entsprechende Facebook-Seite ist blockiert. Unterdessen ruft die sogenannte „Nurses For Freedom“-Bewegung dazu auf, zu „La Boum 2“ zu gehen. Diese Bewegung gibt an, dass in ihren Reihen viele Mitarbeiter aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich sind, die sagen, dass Corona gar nicht so schlimm ist und dass es in den Krankenhäusern eher entspannt zugehe. Doch entsprechende Berichte und Meldungen lassen sich durch einfaches Nachforschen sehr leicht als Fake News entlarven…

Eine erste illegale „La Boum“-Party fand am 1. April statt und wurde von der Polizei aufgelöst. Tausende zumeist junge Leute waren zu dieser als Aprilscherz getarnten Veranstaltung gegangen. Auch jetzt erwartet die Polizei wieder viele Besucher, die dabei wieder bewusst gegen die Corona-Vorschriften verstoßen wollen, um damit auch dagegen zu protestieren. Sie werfen Politik und Behörden vor, ihnen ihre Grundrechte und ihre Freiheit zu nehmen. Die Polizei ist auf einen Ansturm von Besuchern von "La Boum 2" vorbereitet und hat den Ter Kameren-Park in Brüssel bereits im Vorfeld abgeriegelt. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten