Ein "Corona-Pass" für Geimpfte? Brüssels Ministerpräsident kann dem etwas abgewinnen

Rudy Vervoort (PS - Foto), Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, kann sich einen „Corona-Pass“, wie er bereits in Dänemark genutzt wird, vorstellen. Damit könne man nach einer vollständigen Impfung z.B. zum Frisör, ins Fitnessstudio oder ins Restaurant gehen, so der frankophone Sozialist. Vervoort will einen solchen Pass aber erst einführen, wenn jeder die Chance gehabt hat, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

In Dänemark können die Bürger über eine App auf ihrem Smartphone belegen, dass sie gegen Corona geimpft sind oder, dass sie erst kürzlich einen Corona-Test gemacht haben. Ist dies der Fall, dann können die Dänen von Privilegien profitieren, die nicht geimpften Landsleuten vorenthalten werden.

Soweit will Brüssels Ministerpräsident Vervoort aber nicht gehen. Er will einen solchen „Corona-Pass“ erst dann einführen, wenn jeder die Chance gehabt hat, sich impfen zu lassen: „Für den, der geimpft ist, muss sich etwas ändern. Man kann sie nicht warten lassen, bis sich die Skeptiker entschieden haben. Von dem Moment an, ab dem jeder die Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen, scheint es mit legitim, um ein solches System anzuwenden.“

Die Frage ist allerdings, in wie fern sich ein solcher „Corona-Pass“ mit dem sogenannten „Corona-Ausweis“ überschneidet, an dem bei der Europäischen Union gearbeitet wird. Ein solcher Ausweis soll ein sicheres Reisen innerhalb der EU ermöglichen und vielleicht auch darüber hinaus. 

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