Solvay will auf Kohle als Energieträger im deutschen Werk in Rheinberg verzichten

Der belgische Chemiekonzern Solvay gibt Kohle als Energieträger in seiner Soda-Fabrik in Rheinberg in Nordrhein-Westfalen auf. Der Konzern am Mittwoch mit, dass man aus Rheinberg einen Referenzstandort in Sachen Nachhaltigkeit machen wolle. Solvay will Kohle durch Biomasse ersetzen, sprich durch Holzabfälle und Pellets. 

Schon im laufenden Monat Mai soll ein erster Biomasse-Verbrennungsofen bei Solvay in Rheinberg in Betrieb gehen und kurzfristig kommt ein zweiter solcher Ofen hinzu, so Solvay in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Rheinberg soll zur ersten Sodafabrik weltweit werden, deren Energie ausschließlich aus nachhaltigen Quellen hergestellt wird.

Das Solvay-Projekt in Rheinberg soll den CO²-Ausstoß der Sodafabrik im Vergleich zu 2018 um 65 % senken. „Wir kommen unserem Ziel, Kohle als Energieträger in unseren Sodafabriken bis 2030 zu ersetzen, immer näher. Diese Projekte werden den Ausstoß von Treibhausgase bei Solvay in Rheinberg strukturell zunächst um 4 % senken, was uns unserem Ziel, diesen bis 2030 um 26 % zu verringern, näher bringt“, so Ilham Kadri, die CEO von Solvay.

Das belgische Chemieunternehmen will sein Projekt „Solvay One Planet“ auch dazu nutzen, langfristig wettbewerbsfähiger zu werden, so die Managerin am Mittwoch in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Die NRW-Zeitung Rheinische Post meldet dazu auf RP Online, dass die Planungen in Rheinberg, in Zukunft Energie mit Holzkraftwerken zu produzieren, laut Solvay noch ganz am Anfang seien. Norbert Mülders, der Leiter des Solvay-Werks in Rheinberg sagte zu den beiden „Woodpower 1“ und „Woodpower 2“: „Das reicht uns aber nicht. Wir gehen weiter. Wir wollen ganz aus der Kohle aussteigen.”

Nach der Abschaltung des eigenen Kohlekraftwerks in Rheinberg soll dort Energie über drei Kraftwerke produziert werden, denn neben den beiden Holzkraftwerken bleibt das Solvay-eigene Gaskraftwerk weiterhin in Betrieb. 

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