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Schildbürgerstreich? Lanaken in Limburg arbeitete jahrelang mit einem falschen Stadtwappen

In der Gemeinde Lanaken in der Provinz Limburg wird bereits seit 1989 mit einem falschen Stadtwappen gearbeitet. Seinerzeit hatte der zuständige flämische Landesminister der Verwendung des richtigen Wappens zugestimmt (Foto rechts), doch der damalige Gemeindesekretär hielt dieses Wappen „für nicht prächtig genug“ und passte es auf eigene Initiative hin an (Foto links). 

Es war der „Flämische Heraldische Rat“, der Lanakens Bürgermeister Marino Keulen (Open VLD) und die Gemeindeverwaltung darauf hinwies, dass die Stadt nicht mit dem Wappen arbeite, dass 1989 vom damaligen Landeskulturminister Patrick Dewael (Open VLD) angenommen wurde. Doch seit dem verwendet Lanaken doch ein anderes Wappen.

„1989 wurde beschlossen, dass wir Elemente aus den sechs Fusionsgemeinden verwenden, aus denen Lanaken zusammengestellt ist. Dem heute genutzten Wappen wurden die Heilige Ursula und sechs Jungfrauen hinzugefügt und das hat sich als falsch erwiesen“, sagte Bürgermeister Keulen zu dem Vorgang. 

William Vancleynenbreugel, der heutige Gemeindesekretär von Lanaken klärte die Sache auf: „Es war mein Vorgänger, der die Anpassungen an dem Wappen vorgenommen hat, nach dem die erste Version angenommen wurde. Er soll dies in Abstimmung mit dem damaligen Bürgermeister veranlasst haben. Beide hielten das Wappen wohl nicht für prächtig genug.“ 

Bürgermeister Keulen nimmt den Vorfall nicht besonders ernst, will sich aber in Zukunft an das formal richtige Stadtwappen halten: „Das wirkt sich auf unsere Lachmuskeln aus, ja. Auf alle Fälle werden wir ab sofort nur noch das offizielle Wappen nutzen, dem der Heraldische Rat damals zur offiziellen Anerkennung zugestimmt hat.“ 

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