Flanderns MP Jan Jambon: "Wenn alles gut geht, sind wir am 1. Oktober wieder ganz frei”

In einem Interview mit der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad hat der  flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) seine Hoffnung ausgesprochen, dass alle Corona-Einschränkungen zum 1. Oktober aufgehoben sein werden und alle wieder ihre Freiheit genießen können. In diesem Sinne wolle er dem nächsten Regierungsausschuss, der die  Corona-Krise verwaltet, einen Ausstiegsplan vorlegen. 

Der flämische Ministerpräsident denkt an eine schrittweise Lockerung, die in Übereinstimmung mit den anderen Regionen umgesetzt werden soll.  

Jambon wies in dem Interview u. a. darauf hin, dass es so etwas wie ein Nullrisiko nicht gebe. "Bis zum Sommer werden die meist gefährdeten Gruppen geimpft sein und der Druck auf die Gesellschaft wird abnehmen. Wir können nicht erwarten, dass die Maßnahmen beibehalten werden, bis es keine Corona-Patienten mehr gibt.” Deswegen appelliert der flämische Regierungschef an die Fähigkeit der Gesellschaft, mit einem akzeptablen Druck zu leben.  

Lockerungstempo: regionale Unterschiede?

Für Jan Jambon ist es logisch, dass die verschiedenen Regionen die Maßnahmen jede in ihrem eigenen Tempo lockern. "In Flandern sind 95 Prozent der Menschen über 75 Jahre geimpft. In Brüssel sind es knapp 70 Prozent. Ich sehe nicht ein, warum zum Beispiel das Kulturzentrum in Turnhout (Provinz Antwerpen) geschlossen bleiben muss, wenn in Flandern 90 Prozent der Leute geimpft sind, in Brüssel aber nur 70 Prozent", argumentierte der flämische Ministerpräsident in der Regionalzeitung.

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