Leider kein Terrassenwetter in Flandern für die Wiedereröffnung nach fast sieben Monaten

Am Samstagmorgen trotzten die Besucher auf dem Dageraadplaats in Antwerpen (Foto oben) dem feuchtkühlen Wetter, um sich auf der Terrasse ihres Stammcafés niederzulassen und einen Kaffee zu bestellen. Sieben Monate nach der coronabedingten Schließung von Cafés und Restaurants durften die Wirte an diesem 8. Mai endlich wieder Tische und Stühle draußen aufstellen. Das ließen sich viele Kunden nicht zwei Mal sagen.

Für manche fühlte sich der erste Terrassenbesuch fast wie Urlaub an. "Meine Mutter hat mir eine SMS geschickt und mich zum Kaffee auf einer Terrasse eingeladen”, sagte eine junge Frau.  

Eine andere Antwerpenerin erklärte, sie werde sich heute an einen strikten Zeitplan halten: "Es wird eine kleine Kneipentour: heute Nachmittag mit meinem Bruder und heute Abend mit einem Freund.  Egal wie das Wetter ist, wir werden uns auf jeden Fall amüsieren!" 

Ähnlich war die Stimmung in Gent, wo zwei Freunde den Tag mit einem Pils im Schatten der St. Jakobskirche begannen: "Es hat Symbolkraft: Unser erstes Pils vom Fass seit sechs Monaten.  Vielleicht trinken wir gleich einen Kaffee, aber zur Feier des Tages wollten wir mit Bier beginnen.

Auch in Leuven hatten die Wirte alle Register gezogen. Aber auf dem Oude Markt, der von Cafés und anderen Lokalen gesäumt ist, blieben am Samstagmorgen viele Stühle leer.  Das Wetter war der Spielverderber.

Zum Glück sind am Sonntag 24 °C gemeldet. Das fehlte einfach zur Feier des Tages. Auch an der Küste, wo es heute noch sehr bewölkt war.  

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