Laden Video-Player ...

Polizei setzt Wasserwerfer ein, um Ansammlung in Elsene aufzulösen

In der Nacht hat die Polizei in Elsene Wasserwerfer eingesetzt, um eine Ansammlung von circa 500 Leuten auf dem Heilig-Kruis-Plein bei Flagey aufzulösen. Obwohl die Partygänger zuvor vom Bürgermeister und den Ordnungskräften aufgefordert worden waren, nach Hause zu gehen, weigerten sich die meisten. Bei der Räumung wurden zwei Personen verletzt. Auch in Gent und Antwerpen musste die Polizei eingreifen, um das Versammlungsverbot durchzusetzen. 

Der erste Tag, an dem die Café- und Restaurantterrassen nach fast sieben Monaten wieder öffnen durften, ist im Allgemeinen ruhig verlaufen. Die meisten Leute gingen nach der Sperrstunde um 22 Uhr nach Hause und hielten sich an das Versammlungsverbot, das seit dem 8. Mai in Kraft ist und die Ausgangssperre ersetzt. 

Probleme gab es dennoch im Brüsseler Stadtteil Ixelles, wo sich ein paar tausend Menschen eingefunden hatten, nicht nur, weil die Terrassen wieder geöffnet hatten, sondern auch weil man die Aufhebung der Ausgangssperre feiern wollte. Die Partygänger weigerten sich nach Hause zu gehen, den Sicherheitsabstand und die Maskenpflicht einzuhalten.   

Wie Olivier Slosse von der Brüsseler Polizei mitteilte, habe sich eine große Gruppe widersetzt, den Aufforderungen der Stadtbehörden und Polizei nachzukommen und nach Hause zu gehen. Der Widerstand sei auch von Personen angefacht worden, die nicht betrunken gewesen seien und die die Anwesenden systematisch aufgefordert hätten, sich nicht an die Regeln zu halten. 

Die Lage eskalierte und die Polizei beschloss gegen 1:30 Uhr, Wasserwerfer einzusetzen.  

Zwei Personen wurden verletzt. Eine Person wurde von einem Projektil aus der Menge am Kopf getroffen und erlitt eine Gehirnerschütterung. Ein Polizeibeamter wurde ebenfalls getroffen. Drei Personen wurden administrativ verhaftet.

Auch in Antwerpen und Gent: null Bock nach Hause zu gehen

In Antwerpen musste die Polizei in der Nacht mehrmals eingreifen, weil die Leute das Versammlungsverbot nicht respektierten. "Die Schließung der Terrassen ist einigermaßen gut verlaufen. Allerdings mussten wir hinterher mehrmals eingreifen, weil die Leute zu tief in ihre Gläser geschaut hatten. Hier und da kam es zu Auseinandersetzungen", meldeten die Polizeibehörden. 

In Gent - auf der Gras-Korenlei - war es bis weit nach Mitternacht sehr belebt. Hunderte von jungen Leuten kamen zusammen und hielten sich nicht an die Abstandsregeln. Gegen 00:30 Uhr sorgte ein Betrunkener für Krawall. Nachdem er sich weigerte, seinen Personalausweis zu zeigen,  bekam er Handschellen angelegt und wurde von der Polizei abgeführt. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten