Aidan Mikdad
© Queen Elisabeth Competition - Derek Prager

Das Halbfinale im Königin Elisabeth-Musikwettbewerb beginnt mit 12 talentierten Pianisten

Dieses Jahr findet der eigentlich für letztes Jahr geplante Königin Elisabeth-Wettbewerb für Piano statt, allerdings unter strengen Corona-Bedingungen. Ab diesem Mittwoch (10. Mai) messen sich die 12 Halbfinalisten im Studio 4 im Brüsseler Kulturzentrum Flagey mit ihren Mitstreitern. Unter den Finalisten sind 3 Russen, 5 Asiaten, 4 Europäer und nur eine einzige Frau, eine Pianistin aus Südkorea.

In den vergangenen Tagen hatten sich 58 der ursprünglich für 2020 gemeldeten 74 Kandidaten um den Einzug in das Halbfinale mit ihrem Pianospiel beworben, doch aus Corona-Gründen kamen dieses Jahr nur 12 statt 24 Pianisten ins Halbfinale. Bis einschließlich Samstag, den 15. Mai, spielen die Kandidaten in Begleitung des Königlichen Kammerorchesters der Wallonie unter Leitung des aus Frankreich kommenden Dirigenten Frank Braley (der übrigens 1991 als Pianist den Ersten Preis in diesem Wettbewerb gewonnen hatte).

Dabei stehen einige Klavierkonzerte von Mozart und einige Rezitals, darunter ein bisher noch nicht herausgegebenes Stück („Nocturne“) des französischen Komponisten Pierre Jodlowski zur Auswahl. Zum Halbfinale gehört jeweils ein Mozart-Klavierkonzert und ein Rezital. 

Wer sind die 12 Halbfinalisten? Jonathan Fournel (Frankreich), Su Yeon Kim (Südkorea), Daumants Liepins (Lettland), Aidan Mikdad (Niederlande), Keigo Mukawa (Japan), Sergei Redkin (Russland), Tomoki Sakata (Japan), Dmitry Sin (Russland), Vitaly Starikov (Russland), Marcel Tadokoro (Frankreich), Yuki Yoshimi (Japan) und Xiaolu Zang (China). Herausragend war hier der niederländische Pianist Aidan Mikdad (Sohn eines syrischen Vaters), der mit der List-Adaption „Erlkönig“ von Franz Schubert zu überzeugen wusste (Foto oben).

Das Finale wird vom 24. bis zum 29. Mai im Palast der Schönen Künste in Brüssel ausgetragen und hier werden die Finalisten vom Belgian National Orchestra unter der Leitung von Hugh Wolff begleitet. Alle Konzerte werden beim VRT-Klassikradio Klara, bei den VRT-TV-Sendern Ketnet und Canvas sowie über die Internetplattform VRT NU und bei unseren frankophonen Kollegen der RTBF sowie vom Mobilfunkanbieter Proximus übertragen. 

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