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Aus lokalem Anbau: Frisches Obst und Gemüse bald in Bahnhöfen erhältlich

Bei der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB läuft ein besonderes Pilotprojekt, mit dem Landwirte unterstützt werden sollen. Konkret handelt sich dabei im lokal angebautes Obst und Gemüse, dass frisch beim Bauern bestellt und in den Bahnhöfen abgeholt werden kann. Im Bahnhof Gent Sint-Pieters wird die erste Anlaufstelle in Flandern eingerichtet.

Bald haben in einer ersten Phase Bahnreisende, Berufspendler und auch die Anwohner des Genter Hauptbahnhofs Sint-Pieters die Möglichkeit, bei Landwirten bestelltes Obst und Gemüse eben im Bahnhof abzuholen. Die belgische Bahn setzt dabei auf lokalen Anbau und bezieht Landwirte darin ein, die ihre Höfe und Felder in höchstens 30 km Entfernung zu einem Bahnhof betreiben.

Neben Gent Sint-Pieters in Flandern sollen auch die wallonischen Bahnhöfe Lüttich-Guillemins sowie Ottignies und Braine-Le-Compte in Wallonisch-Brabant über solche Abholstationen verfügen. Nach Angaben der NMNS/SNCB ist das Bestellen bereits jetzt möglich, doch die Abholstationen in den Bahnhöfen sind erst ab dem 20. Mai in Betrieb.

Belgiens grüner Mobilitäts- und Verkehrsminister Georges Gilkinet (Ecolo) hält dieses Pilotprojekt, das zunächst ein Jahr lang laufen soll, für eine gute Idee, von der Bahnreisende, Pendler, Landwirte aus der Umgebung und letztendlich auch die Umwelt profitieren können. Vom 15. bis zum 23. Mai läuft in Flandern die „Woche der kurzen Kette“ an, mit der ebenfalls der lokale Anbau und Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten in den Fokus gerückt werden. Beide Projekte ergänzen sich dabei seht gut.  

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