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Zahlreiche neue Lehrkräfte sollen dabei helfen, den Lernrückstand in den Griff zu bekommen

Das flämische Unterrichtsministerium will in den kommenden Jahren jährlich bis zu 540 zusätzliche Lehrkräfte einstellen, um den Lernrückstand der Schulkinder zu beseitigen. Alleine im kommenden Jahr sollen 2.000 zusätzliche Ganztagsstellen für Lehrkräfte geschaffen werden, um die Schulen und um die Nachhilfe zu verstärken.

Daneben wird auch vermehrt auf die außerschulische Lernbegleitung Wert gelegt, um auch das mentale Wohlergehen der Schulkinder nach dieser langen Coronazeit wieder aufzubessern, so Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA - Foto unten), denn es ist deutlich, das diese Krise auch und gerade auf das Schulwesen einen negativen Impakt hatte: „Wir werden Corona noch eine Zeit lang mitschleppen…“

Experten weisen immer wieder darauf hin - auch im belgischen Bundesland Flandern, dass zahlreiche Schulkinder in allen Jahrgängen und in allen Schulen durch Corona Lernrückstände aufgebaut haben und dass viele mental unter den Maßnahmen gelitten haben - Homeschooling, Hybridunterricht, Einsamkeit…

Bildungsminister Weyts will mit seinem neuen Maßnahmenpaket beide Probleme angehen - Lernrückstand und die psychischen Probleme der Schulkinder: „Wir müssen wachsam für die Langzeitfolgen sein, die vielleicht erst in Zukunft wirklich deutlich werden.“

In diesem Zusammenhang werden im kommenden Jahr 2.000 neue Stellen für Lehrkräfte geschaffen und in den Jahren danach jeweils 540 weitere Lehrpersonen eingestellt. Dazu werden alleine 2020 10 Mio. € zusätzlich freigemacht. Zudem werden weitere 27 Mio. € in die Verstärkung der Zentren für Lernbegleitung (CLB) investiert. Nicht zuletzt wird damit auch die digitale Plattform der CLB weiter ausgebaut, damit auch online mehr Hilfe und Förderung für die Kinder und Jugendlichen möglich wird.

Einige der aktuellen Probleme sind nicht neu, doch Bildungsminister Weyts musste feststellen, dass die Coronakrise einiges deutlich zutage geführt hat: „Wir werden dafür sorgen, dass aus dieser schrecklichen Coronakrise positive Dinge entstehen. (…) Wir werden diese Herausforderung in den kommenden Schuljahren strukturell anpacken.“

Flanderns Bildungsminister Ben Weyts

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