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Brüssel: Erste positive Ergebnisse mit Tempo 30 in der belgischen Hauptstadt

Die Einführung von Tempo 30 auf den meisten Straßen Brüssels am 1. Januar dieses Jahres hat zu einem deutlichen Rückgang der Zahl der Verkehrsunfälle und Unfallopfer geführt. Das stellte die Brüsseler Ministerin für Mobilität, Elke Van den Brandt (Groen, flämische Grüne), am Freitag in einer ersten Einschätzung fest.

"Dies spiegelt sich in einem Rückgang der Zahl der (schweren) Unfälle wider. Für endgültige Schlussfolgerungen ist es noch zu früh, und wir wissen aus den Erfahrungen ausländischer Städte, die uns mit dieser Entscheidung vorausgegangen sind, dass sich dieser Trend im Laufe der Zeit beschleunigen wird. Die vorliegenden Zahlen belegen bereits, dass Tempo 30 ein wichtiger Schritt in Richtung einer sicheren und angenehmeren Stadt ist, mit weniger Toten und Verletzten im Straßenverkehr", so die grüne Minister in einer Erklärung.

Die gesammelten Daten zeigen eine Reduzierung der Durchschnittsgeschwindigkeit auf allen Straßen zwischen 7 und 19 %, unabhängig davon, ob dort Tempo 30 oder Tempo 50 erlaubt ist. Die Geschwindigkeitsmessungen der Blitzer bestätigen diese Entwicklung, so Ministerin Van den Brandt (Foto unten).

"Diese Reduzierung der Durchschnittsgeschwindigkeit hat keinen Einfluss auf die Fahrzeiten. Wir beobachten nach wie vor identische oder sogar leicht kürzere Reisezeiten", ergänzt die Mobilitätsministerin. Die Folge ist ein Rückgang der Unfallzahlen im ersten Quartal 2021: 635 Unfälle im Vergleich zu 814 im ersten Quartal 2020.

Dieser Rückgang ist auch bei schweren Unfällen zu beobachten. Die Zahl der Menschen, die in den ersten drei Monaten des Jahres nach einem Verkehrsunfall starben oder schwer verletzt wurden, ist die niedrigste der letzten fünf Jahre: 30 Opfer, darunter zwei Todesopfer, verglichen mit einem Durchschnitt von 44 in den letzten fünf Jahren. 

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