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Kinderrechtskommissarin fordert: "Maskenpflicht für Grundschulkinder abschaffen"

Die Kinderrechtskommissarin Caroline Vrijens fordert die Abschaffung der Maskenpflicht für Kinder in der fünften und sechsten Klasse der Grundschule. Die Regel wurde vor einigen Monaten eingeführt, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Seitdem gilt sie noch immer, obschon andere Corona-Beschränkungen gelockert wurden.

"Es gibt eine Menge Risiken, die mit einer Maskenpflicht für Kinder verbunden sind", erklärte Vrijens. "Das Risiko der Angstverstärkung bei Kindern, und eine weniger gute Kommunikation in der Schule und im öffentlichen Raum durch den Verlust der nonverbalen Kommunikation. Aber es gibt auch die möglichen Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden der Kinder."

"Wir bekommen auf unserer Beschwerde-Hotline auch viele Anrufe von Eltern wegen dieser Maskenpflicht", ergänzt Vrijens. "Ich verstehe, dass die Experten vorsichtig sind, aber wenn man die Lockerungen sieht, die jetzt in Kraft getreten sind und die, die noch geplant sind, finde ich es nicht vernünftig, dass die Maskenpflicht für Kinder bestehen bleibt."

"Es gibt viele Gründe, an der Maskenpflicht für Grundschulkinder festzuhalten"

Laut der Infektiologin Erika Vlieghe ist es aber noch zu früh, den Mundschutz in den Grundschulen nicht länger zu verpflichten. Sie sieht genügend Gründe, trotzdem an der Maskenpflicht festzuhalten. "Wir sind noch nicht am Ziel und die Zahl der Infektionen in den Schulen steigt. Risiken und Unannehmlichkeiten müssen immer wieder gegeneinander abgewogen werden."

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