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Serpentarium Blankenberge schließt endgültig: "Veraltet, aber auch wegen der Corona-Krise"

Der Zoo Serpentarium am Deich des flämischen Küstenorts Blankenberge wird seine Türen nicht mehr öffnen. Die lange Zwangsschließung wegen Corona, weiterhin hohe Fixkosten, die anzupassende Infrastruktur und eine ungewisse Zukunft führten zu dieser Entscheidung. Die mehr als 200 Reptilien werden alle ein neues Zuhause bekommen. Einige von ihnen werden im Zoo von Antwerpen und im Zoo von Planckendael untergebracht.

Das Serpentarium war der einzige Reptilienzoo in unserem Land. Jetzt wird er für immer geschlossen: Die Geschäftsleitung sah keine andere Möglichkeit mehr. Vier Festangestellte verlieren ihren Arbeitsplatz. Für alle Tiere wird derzeit ein neues Zuhause gesucht. "Wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen", sagt Generaldirektor Dries Herpoelaert. "Das Tierwohl stand immer an erster Stelle. Trotz aller Bemühungen war die Situation aber nicht mehr haltbar."

Corona-Krise, der Todesstoß

Im März 2020 schloss das Serpentarium aufgrund der Corona-Krise zwangsweise seine Pforten. Da die Corona-Maßnahmen im Gebäude nicht gewährleistet werden konnten, kam eine Wiedereröffnung zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Frage. Selbst bei einer Lockerung der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen blieb es ungewiss, ob dies überhaupt noch möglich sein würde.

In der Zwischenzeit liefen die Fixkosten etwa für das Futter für die Tiere weiter. "Aber wir standen auch vor großen Investitionen und Renovierungsarbeiten", sagt Marnick Croes, der das Serpentarium 1998 gründete. "Die Anlage war völlig veraltet. Diese Situation war nicht mehr haltbar. Die Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen."

Die KMDA (Königliche Gesellschaft für Zoologie von Antwerpen) hatte 2009 den Betrieb von Croes übernommen. Jedes Jahr bewunderten 57.000 Besucher die 100 Terrarien und eine Sammlung von 200 Tieren wie Chamäleons, Schlangen, Giftschlangen, Grüne Leguane, Warane, Geckos und Pfeilgiftfrösche.

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