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Pläne für ein Asylbewerberheim in der limburgischen Ortschaft Bilzen werden endgültig aufgegeben

Der Staatssekretär für Asyl und Migration, Sammy Mahdi, gab am Samstag bekannt, dass es kein Aufnahmezentrum für Asylbewerber in Bilzen, Limburg, geben wird. Es sind jedoch zusätzliche lokale Unterbringungsinitiativen vorgesehen. "Diejenigen, die das hierfür vorgesehene Gebäude in Brand gesetzt haben, werden nicht gewinnen", so Staatssekretär Mahdi. Die Entscheidung wurde nach Rücksprache mit dem Eigentümer des Gebäudes und allen am Projekt beteiligten Parteien getroffen.

In der Nacht vom 10. auf den 11. November 2019 setzten Unbekannte ein Gebäude (Video) in Brand, in dem 140 Asylbewerber in Bilzen untergebracht werden sollten. Verletzt wurde dabei niemand, aber der materielle Schaden war sehr groß, ganz zu schweigen von der Aufregung, die in der limburgischen Kleinstadt durch diese fremdenfeindliche Tat verursacht wurde. Die Ermittlungen zur Brandstiftung sind noch im Gange.

Der Bedarf an zusätzlichen Aufnahmekapazitäten sei heute nicht mehr so groß, was neben den Kosten auch den Verzicht auf das Projekt des Asylzentrums in Bilzen erkläre, sagte der Staatssekretär für Asyl und Migration, Sammy Mahdi (Foto) am Samstag.

Verbesserung der Akzeptanz von Asylbewerbern notwendig

"Ich habe großen Respekt vor den Eigentümern des Gebäudes. Sie haben eine inakzeptable Anzahl von Hassbotschaften und Drohungen erhalten. Ich hoffe, dass die Ermittlungen schnell abgeschlossen werden können. In der Zwischenzeit werden wir dafür sorgen, dass die Asylbewerber vor Ort, auch in Bilzen, aufgenommen werden", sagte der Staatssekretär.

Sammy Mahdi möchte die Beratungen mit den lokalen Behörden intensivieren, um eine bessere Akzeptanz seiner Aufnahmepolitik für Asylanten zu erreichen. "Was in Bilzen passiert ist, darf sich nicht wiederholen. Wir sind eine gastfreundliche Stadt und wollen lokale Unterbringungsinitiativen organisieren. Trotz aller Bemühungen endete das Asylbewerberheim-Projekt aber sehr schlecht. Die Verantwortlichen müssen bestraft werden", betont Johan Sauwens, der Bürgermeister von Bilzen.

Sammy Mahdi weist darauf hin, dass Bilzen bereits viele Anstrengungen unternommen hat, um die Kommunikation mit den Bürgern zu verbessern. Die örtlichen Polizeireviere bestätigen, dass die Kriminalität am Standort eines anderen Asylbewerberheims in den letzten Jahren nicht gestiegen ist.

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