Tausende versammeln sich in Brüssel zu einer pro-palästinensischen Demonstration

Rund 3.000 Menschen in Brüssel demonstriert, um nach dem Aufflammen des israelisch-palästinensischen Konflikts ihre Unterstützung für die Palästinenser zu bekunden. Sie demonstrieren auf dem Albertina-Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Viele trugen eine palästinensische Flagge und Transparente, die auf die Opfer im palästinensischen Gaza-Streifen aufmerksam machten. 

Seit Anfang dieser Woche bombardiert die israelische Armee den palästinensischen Gazastreifen als Reaktion auf die von der radikal-islamistischen Bewegung Hamas aus Gaza auf Israel abgefeuerten Raketen. Mehr als 130 Palästinenser und 8 Israelis sind bereits umgekommen.

Nicht nur in Brüssel, sondern weltweit demonstrierten heute Menschen, um ihre Unterstützung für die Palästinenser zu zeigen. Sie verlangen, dass Israel die Bombardierungen einstellt und fordern ein Ende der Besatzung und Isolierung der palästinensischen Gebiete.

Es gab bereits Kundgebungen in Sydney und Melbourne in Australien, auch in Ankara, Madrid, Berlin, London, Genf, Hamburg, Den Haag und Washington. In Frankreich wurde die Demonstration in Paris wegen der Corona-Pandemie verboten, aber auch dort versuchten die Menschen, zu demonstrieren. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, um sie auseinanderzutreiben.

Heute ist ein wichtiger symbolischer Tag, denn es wird der Nakba gedacht. Nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 wurden Hunderttausende Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben oder mussten fliehen.

Viele landeten im Gaza-Streifen und im Westjordanland. Heute versammeln sich dort auch Palästinenser zum Gedenken an die Nakba. Gestern kam es im Westjordanland zu schweren Ausschreitungen mit der israelischen Polizei und dabei wurden 10 Palästinenser getötet.

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