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Brüsseler Polizei beendete nach mehr als 10 Stunden eine Geiselnahme in Sint-Joost-ten-Noode

Die Polizei griff am Samstagabend um 22:30 Uhr ein, um eine Geiselnahme zu beenden, die seit mehreren Stunden in der Dwarsstraat (Rue Traversière) im Brüsseler Stadtteil Sint-Joost-ten-Noode (Saint-Josse-ten-Noode, Video) andauerte. Eine Sprecherin der Polizeizone Brüssel-Nord bestätigte, dass der Geiselnehmer überwältigt werden konnt. Der Mann hatte sein Opfer, ein Frau, leicht verletzt wurde. Sie fügte hinzu, dass es sich um eine Geiselnahme in einer Familie gehandelt hatte.

Die Polizei wollte sich nicht weiter zu den Umständen des Vorfalls äußern und verwies auf eine spätere Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Der groß angelegte Polizeieinsatz begann kurz nach Mittag. Eine Sicherheitsabsperrung wurde schnell eingerichtet.

Eine Sondereinheit der Polizei wurde als Verstärkung hinzugezogen. Krankenwagen und Feuerwehr wurden ebenfalls zum Einsatzort beordert. Die Polizei stellte aber klar, dass von Terrorismus keine Rede sein könne.

Die Bundespolizei verhandelte mehrere Stunden lang mit dem Geiselnehmer, um ihn zur Aufgabe zu bewegen, entschied sich aber schließlich gegen 22.15 Uhr zum Eingreifen. Der Geiselnehmer konnte von der Polizei schnell und unverletzt überwältigt werden. Er hatte eine Waffe, aber keine Feuerwaffe.

Die als Geisel genommene Frau wurde von dem Täter leicht verletzt. Die genaue Verbindung zwischen den beiden Personen war am Samstag aber noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft will sich am heutigen Sonntag zu dem Fall äußern. 

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