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Verzögerungen Impfkampagne: Johnson & Johnson-Vakzin vorerst nicht nach Belgien geliefert

Es ist noch nicht bekannt, wann der Impfstoff von Johnson & Johnson wieder an unser Land geliefert werden kann. Bisher hat Johnson & Johnson etwa 100.000 Impfstoffe geliefert, für die kommenden Wochen sind aber keine zusätzlichen Lieferungen mehr angekündigt. Das sind schlechte Neuigkeiten für schwer erreichbare Zielgruppen der Impfkampagne. 

"Es gab ein Produktionsproblem bei Johnson & Johnson, wobei sich eine große Anzahl von hergestellten Impfstoffen als unbrauchbar erwies. Das müssen sie jetzt nachholen", sagt der emeritierte Professor für Allgemeinmedizin Jan De Maeseneer (UGent), der auch Mitglied der belgischen Impf-Taskforce ist. "Wir hoffen, dass in den kommenden Wochen die bestellten Lieferungen von Johnson & Johnson eintreffen werden."

"Das Problem ist besonders problematisch für die Zielgruppen, die wir mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson impfen möchten. Dieses Vakzin muss nun einmalig verabreicht werden, um einen ausreichenden Impfschutz gegen COVID-19 zu gewährleisten. Wir würden damit gerne die Menschen erreichen, die sich nicht mobil sind, also nicht in die Impfzentren kommen können und Menschen, die in schwierigen sozialen Verhältnissen leben, etwa Obdachlose." Der Lieferengpass bei Johnson & Johnson wird bei diesen Zielgruppen also unweigerlich zu Verzögerungen führen.

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