BELGA/LALMAND

Die belgische Regierung will den afghanischen Helfern der Armee Asyl gewähren

Belgien gehört zu den Ländern, die sich in absehbarer Zeit aus  Afghanistan zurückziehen. Auch unser Land denkt darüber nach, wie dabei mit den einheimischen afghanischen Mitarbeitern umgegangen werden soll, denn diese sind nach dem Abzug der westlichen Armeen höchstwahrscheinlich Repressalien von radikalen Kräften ausgesetzt und nicht selten könnte ihr Leben in Gefahr sein.

Einige Länder, die seit Jahren in Afghanistan anwesend sind, wollen den einheimischen afghanischen Helfern, z.B. Fahrern, Übersetzern oder „Fixern“ Hilfe anbieten und überlegen sogar, ihnen Asyl anzubieten. Bei vielen dieser Helfer geht es wahrscheinlich um Leben und Tod, denn die radikal-islamistischen Taliban betrachten sie als Verräter. Nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung De Standaard denkt auch Belgien daran, diesen Leute eine neue Heimat zu bieten: „Wir werden diese Menschen nicht im Stich lassen.“

„Wir haben eine prinzipielle Einigung dazu, aber es wurde abgesprochen, zu diesem Zeitpunkt aus Sicherheitsgründen noch nicht darüber zu kommunizieren“, vernahm De Standaard aus Regierungskreisen.

Wie das vor sich gehen könnte, ist noch unklar. Asyl ist möglich, doch eher kompliziert. Einfacher wäre eine Einreise und eine Aufenthaltsgenehmigung über sogenannte „Humanitäre Visa“. Man wolle von Fall zu Fall entscheiden, wie man wem helfen könne. Bei denen, die man eventuell nach Belgien holen könne, handele es sich „um knapp 100 Personen“, wie weiter dazu verlautet. In den kommenden Wochen werde dazu ein System ausgearbeitet. 

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