49 Flüchtlinge vor der belgischen Nordseeküste aus Seenot gerettet

Am frühen Mittwochmorgen hat die belgische Küstenwacht 49 Flüchtlinge aus Seenot gerettet, die auf dem Weg über den Ärmelkanal nach Großbritannien waren. Die Rettungskräfte brachten die Geretteten nach Nieuwpoort, wo sie gesundheitlich untersucht wurden. Von wo aus sie versucht haben, die englische Küste zu erreichen, ist unklar.

Nach ersten Untersuchungen ist keiner der geretteten Flüchtlinge verletzt oder krank und es waren unter ihnen auch keine Kinder oder Minderjährige. Einige der Geretteten waren allerdings etwas unterkühlt. Sie hatten von ihrem Boot aus in den frühen Morgenstunden am Mittwoch einen Notruf gesendet, der die belgische Küstenwacht kurz vor 8 Uhr erreichte. Diese fand das in Seenot geratene Boot vor Oostduinkerke.

Nach den Untersuchungen in Nieuwpoort brachten Busse die Flüchtlinge zur Wache der Hafenpolizei von Zeebrügge, wo sie identifiziert wurden. Eine solche Rettungsaktion mit so vielen Menschen kommt vor der belgischen Nordseeküste eher selten vor, doch ab und zu versuchen auch von hier aus Flüchtlinge und sogenannte Transitmigranten die englische Küste mit Booten zu erreichen.

Die Frage ist, sind die 49 Flüchtlinge von Belgien aus gestartet oder von Nordfrankreich aus. In der Umgebung von Calais und Dünkirchen warten zahlreiche Transitmigranten auf Möglichkeiten, Großbritannien per Boot oder versteckt als blinde Passagiere an Bord eines LKW auf Fähren zu erreichen. 

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