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Noch immer keine Spur vom schwer bewaffneten Berufssoldaten Conings: Könnte sich im Naturpark Hoge Kempen verschanzen

Nachdem die massive Fahndung nach Jurgen Conings, ein radikalisierter rechtsextremistischer Berufssoldat, am Dienstag begonnen hat, haben Polizei und Armee am Mittwochnachmittag angefangen, den Naturschutzpark Hoge Kempen in Limburg zu durchkämmen. 350 Ordnungskräfte waren im Einsatz, allerdings bislang ohne Erfolg. "Die Suche geht weiter", teilte Eric Van Duyse von der Staatsanwaltschaft am Donnerstagmorgen mit. 

Die Anti-Terror-Zelle OCAM und das Krisenzentrum gehen davon aus, dass sich der schwer bewaffnete Berufssoldat weiterhin in dem Naturschutzpark Hoge Kempen im Osten der Provinz Limburg, verschanzt. 

Dass die Suche unvermindert fortgesetzt wird, konnte man an den vielen Militärfahrzeugen und Soldaten mit gezogenen Waffen erkennen, wie die VRT-Reporterin Anne Vanrenterghem auf Radio 1 berichtete.  

Autobahn E314 gesperrt

Die Autobahn E314 zwischen Genk und Maasmechelen bleibt gesperrt.  In Maasmechelen, der Gemeinde, in der sich der Naturschutzpark befindet, sind viele Einwohner besorgt. Bürgermeister Raf Terwingen (CD&V) sagte im Radiomagazin De ochtend, dass die Moscheen von der Polizei überwacht werden. In den benachbarten Gemeinden sind diese geschlossen worden. Die Schulen in Maasmechelen bleiben geöffnet.

Schüsse

Am Abend waren Schüsse zu hören gewesen, die laut einer Quelle von dem flüchtigen Soldaten stammen könnten. 

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Die Fahndung nach dem Mann hatte am Dienstag begonnen, nachdem der Soldat in Leopoldsburg gesichtet wurde und zuvor nicht nach Hause zurückgekehrt war. Conings hat rechtsextremistische Sympathien und steht auf der OCAM-Liste der potenziell gefährlichen Extremisten. 

Erfahrener Soldat und ehemaliger Scharfschütze

Dass Jurgen Conings trotz des massiven Aufgebots noch nicht gefasst werden konnte, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass der Mann extrem gut ausgebildet ist und darüber hinaus Zugang zu den Waffendepots hatte und sich dementsprechend bewaffnen konnte. Conings war u. a. in Afghanistan und im Irak im Einsatz und hat u. a. gelernt, wie solche Operationen verlaufen und wie ein Flüchtiger beispielsweise Nachtsichtgeräten oder Wärmebildkameras am besten entkommt. 

Die Verantwortlichen der Suchaktion gehen davon aus, dass Conings sich in dem Gebiet verschanzt hat und nach wie vor am Leben ist.  

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