Club Brugge feiert vorzeitig Meistertitel, Bürgermeister ärgert sich über Verein und Fans

Nach dem 3:3 unentschieden gegen den RSC Anderlecht haben Spieler und Fans den 17. Meistertitel von Club Brügge am  Donnerstagabend vorzeitig gefeiert, allerdings ohne sich an die Corona-Regeln zu halten. Das war Bürgermeister Dirk De fauw ein Dorn im Auge. Er will knallharte Garantien für das Gala-Spiel am Sonntag. 

Die Stadtverwaltung hatte extra Platz für die Titelfeier gemacht und die Polizei mehrere Straßen abgesperrt, damit in kleinen Gruppen gefeiert werden konnte. 

"Wir hatten im Vorfeld klare Absprachen mit den Gaststätten in Brügge getroffen", sagte Bürgermeister Dirk De fauw (CD&V) in einem Interview mit Sporza: “Schuld haben aber nicht die Wirte, sondern die Fans, die sich nicht an die Abstands- und Maskenvorschrift gehalten haben.” 

Auch Club Brugge habe gegen die Vereinbarungen mit der Stadt verstoßen, ärgerte sich De fauw: "Zuerst hat der Spielerbus auf einem Parkplatz in Drongen angehalten, was nicht abgesprochen war. Und dann wollte der Bus ausgerechnet den Platz mit den Fankneipen und das Jan-Breydel-Stadion anfahren, was ebenfalls nicht abgemacht war. Zum Glück konnte die Polizei den Bus noch rechtzeitig umleiten." 

Mit der Klubleitung soll noch ein ernstes Wort gesprochen werden, bevor, nach dem letzten Spiel der Saison gegen Racing Genk am Sonntag, ein Fest in bescheidenem Rahmen im Stadion vorgesehen ist. 

Vorläufig werden die feiernden Fans die Rechnung der vorzeitigen Titelentscheidung (ein 3:3 unentschieden gegen Anderlecht am Donnerstagabend genügte) bezahlen. 

Die Polizei hat die Personalien mehrerer Fans aufgeschrieben und wird ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro verhängen: “Ein teurer Abend", bedauert De fauw. 

Trainer Philippe Clement holt den dritten Meistertitel in Folge: erst mit Racing Genk, dann zwei Mal hintereinander mit Club Brugge.
JDM

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