Die in der Schweiz vermisste junge Frau aus Ypern in Westflandern ist tot

Die Schweizer Polizei und Armee suchten seit Montag mit vereinten Kräften nach der 21-jährigen Sarah Huyghe aus dem westflämischen Ypern. Die Studentin machte Urlaub mit Freunden in Zermatt und war unter beunruhigenden Umständen Dienstagmorgen verschwunden. Jetzt teilten die Schweizer Behörden und die Familie der jungen Frau mit, dass sie in einem Fluss in der Nähe ihres Aufenthaltsorts tot aufgefunden wurde. 

Sarah Huyghe war am Montag in die Schweiz aufgebrochen, um dort Freunde zu treffen und mit diesen den Urlaub zu verbringen. Sie hatte ihr Auto in Täsch bei Zermatt geparkt und war mit dem Zug zu einem Chalet in Obri Tufta gefahren, wo sie am Montagabend ankam. Nach einer Diskussion mit ihren Freunden ist sie am Dienstagmorgen, ohne Gepäck, Brieftasche, Telefon oder Auto, verschwunden. 

Informationen der flämischen Zeitung "Het Nieuwsblad" zufolge war der Familie ein Konflikt in diesem Freundeskreis bekannt. Im Badezimmer der jungen Frau wurde eine große Menge Blut gefunden. Ihre Freunde sind von der Polizei befragt worden. 

"Spürhunde fanden ihre Spur in einem Waldstück zwischen der Hütte und dem Bahnhof”, sagte ihr Bruder Gils der Zeitung, doch dort verlor sich ihre Spur.  Mehrere Mitglieder der Familien waren nach Zermatt gefahren und hatten bei der Suchaktion geholfen. Sie hatten u. a. Fotos der Vermissten verbreitet.  

“Der Fall wird in Brüssel und von unserer Botschaft in Bern genau verfolgt", sagte eine Sprecherin des belgischen Außenministeriums in dieser Woche. Doch die Staatsanwaltschaft von Ypern ist inzwischen von der Familie der jungen Frau über deren Tod informiert worden. Über die Umstände ihres Todes und unter welchen Bedingungen die Leiche der jungen Frau gefunden worde, ist noch nichts bekannt gegeben worden.

Täsch liegt an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, in der Nähe des berühmten Matterhorns, auf einer Höhe von etwa 1.500 Metern. Das Gebiet ist wegen der steilen Felslandschaft sehr gefährlich und die Ferienanlage ist nur per Zug erreichbar. Auch nachts ist es bitterkalt. 

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