Gesuchter rechtsradikaler Soldat lauerte Montag 2 Stunden dem Virologen Van Ranst auf

Der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne hat am Freitagnachmittag bestätigt, dass der flüchtige Soldat Jürgen Conings sich am Montagabend in der Nähe eines "Ziels" aufgehalten hat. Wie die Redaktion VRT NWS aus gut informierter Quelle erfahren konnte, handelte es sich tatsächlich um den Virologen Marc Van Ranst. Van Quickenborne bestätigte noch, dass das Auto des radikalisierten Ex-Elitesoldaten mit einer Sprengfalle versehen war. 

"Die Ermittlungen zeigen, dass es keine impulsive Tat war", sagte Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD): “Der Mann hat sich seit Tagen auf diese Tat vorbereitet. Es gibt einen guten Grund, warum er auf der Terroristenliste steht. Er ist sehr gefährlich."  

Montagabend, so fanden die Ermittler heraus, hatte Jurgen Conings dem Virologen Marc Van Ranst zwei Stunden lang  aufgelauert. Das hat die VRT-NWS-Redaktion aus gut informierter Quelle erfahren. Seit Dienstag halten sich Van Ranst und seine Familie an einer geheimen Adresse auf. 

Am Dienstag wurde das Auto von Conings gefunden. Es war mit einer Sprengfalle versehen. An Bord befanden sich auch Kriegswaffen. Das konnte der Justizminister (Foto unten) am Freitagnachmittag bestätigen: "Es ist jemand, der sehr gefährlich ist. Es ist kein Zufall, dass er auf der Terroristenliste steht, denn er will Gewalt gegen die Gesellschaft und gegen unsere Bürger anwenden."

Tausende Flamen unterstützen Conings in den Social Media

Van Quickenborne wendete sich auch an die Tausenden von Unterstützern, die der radikalisierte und gewaltbereite Soldat in Flandern haben soll:  "Ich denke, es ist wichtig, dass wir richtig erklären, um wen es geht. Es ist der einzige Soldat auf der Terroristenliste. Menschen werden nicht leichtfertig auf eine solche Liste gesetzt. Man sollte sich bewusst sein, dass auch die Dschihadisten des IS auf dieser Liste stehen. Es sind Leute, die eine Bedrohung für unsere Gesellschaft und die Sicherheit unserer Bürger sind." 

Van Ranst wusste, dass er die "Zielscheibe" von Conings am Montagabend war.  "Sicher. Das war einer der Gründe, warum die Polizei die Drohungen sofort sehr ernst genommen hat", so der Virologe (Foto unten). Seitdem befinden sich der Van Ranst und seine Familie in einem safehouse

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