Mordfall Sophie Muylle: Geschworene halten den Angeklagten auf ganzer Linie für schuldig

Im Prozess um den Mordfall Sophie Muylle ist der junge Rumäne Alexandru Caliniuc (Foto) des Mordes für schuldig befunden worden. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass dieser die junge Frau vor rund 4 Jahren ums Leben gebracht hat. Das Gericht in Brügge wird in der kommenden Woche das Strafmaß verkünden.

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Alexandru Caliniuc in der Nacht zum 22. Januar 2017 Sophie Muylle gefoltert, vergewaltigt und umgebracht hat. Die junge Frau war an diesem Tag am Strand von Knokke-Heist unter dem hölzernen Gerüst einer Strandterrasse aufgefunden worden.

Der Angeklagte konnte aufgrund von Bildern von Überwachungskameras identifiziert werden, denn nach der Tat umkreiste der stundenlang den Tatort und dabei filmte er sogar die Leiche der Frau, bevor sie starb. In Verhören hatte Caliniuc die Vergewaltigung zugegeben und gesagt, dass er die Videos aufgenommen habe, um zu beweisen, dass diese noch lebte, als er sie gefunden habe. Diese Handyvideos wurden den Geschworenen und den Anwesenden im Gerichtssaal als Beweisstücke gezeigt.

Letztendlich überführten ihn auch, neben den Aufnahmen der Überwachungskamera dessen DNA-Spuren, die am Tatort sichergestellt werden konnten. Bis zuletzt hat der Angeklagte an der Aussage festgehalten, Sophie Muylle nicht getötet zu haben. Ihm droht nach dem Schuldspruch eine lebenslange Gefängnisstrafe. Das Urteil ergeht in der kommenden Woche. 

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