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Belgiens Premierminister De Croo fordert Sanktionen gegen Belarus wegen abgefangenem Flugzeug

Die durch weißrussische Behörden erzwungene Landung eines Ryanair-Fluges und die anschließende Verhaftung eines regimekritischen Journalisten hat in Europa und den USA viel Kritik ausgelöst. Der belgische Premierminister Alexander De Croo bezeichnete die weißrussische Aktion als "inakzeptabel". Sanktionen könnten folgen, etwa ein Verbot von Belavia-Flügen in Europa.  

Der kommerzielle Flug wurde vom irischen Billigflieger Ryanair durchgeführt und hatte mehr als 120 Passagiere an Bord. Er flog von Athen nach Vilnius in Litauen, wurde aber gestern in die weißrussische Hauptstadt Minsk umgeleitet, als Weißrussland ein Kampfflugzeug startete und einen, wie sich herausstellte, falschen Bombenalarm auslöste, um einen regimekritischen Journalisten zu verhaften.

Die Nachricht sorgte für Empörung bei der NATO, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Der belgische Premierminister De Croo (Open VLD, flämische Liberale) gab heute eine klare Erklärung ab: "Dies ist inakzeptabel. Dies ist eine politische Entführung eines Flugzeugs, mit dem europäische Bürger flogen. Es war ein Flug zwischen zwei europäischen Hauptstädten, der zur Landung gezwungen wurde, um eine illegale politische Verhaftung durchzuführen."

"Heute Abend haben wir einen Europäischen Rat, der eine klare und unmissverständliche Botschaft geben muss. Für mich ist es offensichtlich, dass wir internationale Maßnahmen in Bezug auf die Luftfahrt in Betracht ziehen." Der belgischen Premierminister erklärte, es könne eine Option sein, der weißrussischen Fluggesellschaft Belavia den Zugang zu europäischen Flughäfen zu verweigern.

Die belgische Außenministerin Sophie Wilmès hat den weißrussischen Botschafter in Brüssel einbestellt, um das Thema zu besprechen.

Sehen Sie sich hier die Erklärung des belgischen Regierungschefs Alexander De Croo (Sprache: Niederländisch):

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