Woche der Wahrheit für die sechs Finalisten des Königin-Elisabeth-Klavierwettbewerbs

Sechs Abende lang können Sie das Finale des Königin-Elisabeth-Klavierwettbewerbs auf der VRT sehen und hören und dabei berühmte Konzerte für Klavier und Orchester und fachkundige Kommentare von Kennern genießen. Im Finale des international renommierten Klavierwettbewerbs spielen sechs jungen Pianisten: drei Russen, zwei Japaner und ein Franzose.

Jetzt, wo der Eurovision Song Contest vorbei ist, ist es Zeit für das andere musikalische Highlight des Jahres: das einwöchige Finale des Königin-Elisabeth-Klavierwettbewerbs hier in Brüssel. Nach der abgesagten Ausgabe im letzten Jahr ist diesmal das Klavier an der Reihe. Wegen Corona gibt es nur halb so viele Halbfinalisten (12) und Finalisten (6) und es dürfen nur Jurymitglieder im Konzertsaal sitzen. Normalsterbliche schauen und hören zu Hause am Radio (Klara) oder im Fernsehen (Canvas oder VRT NU) zu.

Drei russische Pianisten, zwei Japaner und ein Franzose spielen diese Woche das Finale, nach einer Woche konzentrierten Studiums in der Musikkapelle Königin Elisabeth. Sie werden zunächst das obligatorische neu komponierte Pflichtwerk "D'un jardin féérique" des französischen Komponisten Bruno Mantovani und anschließend ein Konzert für Klavier und Orchester ihrer Wahl aufführen. Begleitet werden sie vom belgischen Nationalorchester unter der Leitung von Hugh Wolff im prächtigen Henry Le Boeuf-Saal des Palastes der Schönen Künste, der erst kürzlich von einem Dachbrand heimgesucht wurde.

Dies sind die Finalisten, die jeweils um 20 Uhr spielen werden:

  • Montag, 24. Mai: Vitaly Starikov (Russland, °1995): wird das Konzert Nr. 1 von Peter Tschaikowsky spielen.
  • Dienstag, 25. Mai: Tomoki Sakata (Japan,°1993): spielt das Konzert Nr. 2 von Johannes Brahms
  • Mittwoch, 26. Mai: Keigo Mukawa (Japan, °1993): spielt das Konzert Nr. 2 von Sergej Prokofjew
  • Donnerstag, 27. Mai: Sergei Redkin (Russland, °1991): spielt das Konzert Nr. 3 von Sergei Rachmaninov
  • Freitag, 28. Mai: Dmitry Sin (Russland, °1994): spielt das Konzert Nr. 3 von Sergei Rachmaninov
  • Samstag, 29. Mai: Jonathan Fournel (Frankreich, °1993): spielt das Konzert Nummer 2 von Johannes Brahms
  • Samstag, 29. Mai, gegen 23.00 Uhr: Bekanntgabe des Gewinners.  

Der Favorit: Tomoki Sakata

François-Emmanuel Douchy interviewte den Finalisten Tomoki Sakata, der nach seinem Halbfinale für seine Sonate von Franz Liszt überaus gelobt wurde. "Ich habe das Stück schon so oft gespielt", sagt Sakata, "aber ich entdecke immer wieder neue Dinge, neue Verbindungen darin."

Tomoki Sakata macht es nichts aus, dass kein Publikum im Saal ist, es hilft ihm, sich zu konzentrieren. Eine nette Weiterentwicklung ist, "dass die Jury jetzt applaudisieren darf", wo es früher streng verboten war, weil die Jurymitglieder immer neutral sein müssen. Aber ansonsten bleibt es sehr ruhig im Saal, ohne Publikum.

Sehen Sie hier das Interview mit Tomoki Sakata:

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