42 Mio. € um den Port of Limburg in Genk in Betrieb nehmen zu können

Die flämische Landesregierung investiert 42 Mio. € in die Entwicklung des trimodalen Containerterminals im Port of Limburg, der auf dem Gelände der ehemaligen Ford-Fabrik in Genk entsteht. Das Terminal entsteht in Zusammenarbeit zwischen der Logistik-Gruppe H.Essers, dem Hafen von Genk (zur Hälfte in Händen des Familienunternehmens Group Machiels). Beide Unternehmen investieren zusammen 30 Mio. € in diese Anlage.

Das Containerterminal wird mit modernsten Technologien ausgerüstet und hat eine Kapazität von jährlich 350.000 TEU, also 20 Fuß-Standardcontainern. Der Port of Limburg ist über den Albertkanal direkt mit dem Hafen von Antwerpen verbunden. 

An diesem Kanal werden seit einigen Jahren übrigens mehrere Brücken erhöht oder entsprechend Neugebaut, damit in Zukunft höher beladene Binnenschiffe unterwegs sein können.

Der Port of Limburg und die Brückenerneuerungen sollen den Containertransport via Binnenschifffahrt in absehbarer Zeit attraktiver gestalten und er soll dabei helfen, den LKW-Verkehr zu verringern. 

Die Anlagen sind trimodal angelegt, sprich für den Binnenschiff-, den Bahn- und den Straßentransport nutzbar.

Flanderns Landesverkehrsministerin Lydia Peeters (Open VLD) will damit vor allem dem Transport auf den Binnenwasserwegen einen weiteren Anschub geben: „Derzeit hat der Transport auf dem Wasser einen Anteil von 13 % innerhalb der logistischen Kette. Unser Ziel ist, diesen Anteil bis 2030 auf 20 % anzuheben.

Peeters hält den Hafen von Genk ohnehin für einen wichtigen Standort zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Entwicklung der Provinz Limburg. 

Mit der Investition aus der flämischen Landeskasse wird das ehemalige Ford-Werksgelände weiter erschlossen und damit auch interessanter für weitere private Investoren.

Der Albertkanal bei Genk
BELGA/JANSSEN

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