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Neue Suchaktion nach Jürgen Conings: Polizei und Militär in der Umgebung des Nationalparks Hoge Kempen

In der Umgebung des Nationalparks Hoge Kempen in der Provinz Limburg sind seit einigen Stunden am Donnerstag wieder Polizei und Militär mit massiver Truppenstärke anwesend, um nach dem  terrorverdächtigen, bewaffneten und rechtsextremen Soldaten Jürgen Conings zu suchen. Wie konkret die Hinweise sind, dass er sich doch noch in dieser Gegend aufhält, bleibt bis auf weiteres unklar.

Vor knapp anderthalb Wochen verschwand der als rechtsradikal bekannte Soldat Jürgen Conings mit einem gestohlenen Waffenarsenal und passender Munition. Er hinterließ lediglich drohende Abschiedsbriefe und seinen Wagen, der beladen mit 4 Panzerfäusten und mit einem Zünder versehen von der Polizei in der Nähe von Dilsen-Stokkem (seinem Wohnort) entdeckt und entschärft wurde. In den Tagen danach wurde der nahegelegene Nationalpark Hoge Kempen von Soldaten und Polizisten durchkämmt, teilweise auch mit Unterstützung von Spezialkräften aus Deutschland und den Niederlanden.

Jetzt, nur wenige Tage nach der Ankündigung, dass die Suche dort einstweilig abgebrochen wird, sind Polizei und Militär wieder in dieser Gegend zusammengekommen. Und die Truppenstärke scheint ebenso massiv zu sein, wie letzte Woche, denn es ist die Rede von 400 bis 420 Soldaten und Polizisten, die übrigens auch von Mitarbeitern der Landesbehörde für Natur und Wald begleitet werden. Diese kennen sich in dem Gelände gut aus und wissen, wo man sich verstecken könnte. Panzerfahrzeuge und Mannschaftswagen rollten an und auch die SOKO „Vermisste Personen“ sowie Polizisten mit Spürhunden sind jüngsten Meldungen zufolge dabei.  

Die erneute Suche basiert nicht auf neuen Hinweisen, sondern auf den Erkenntnissen, die bisher gewonnen werden konnten, so die Bundesstaatsanwaltschaft. 

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Jonas Roosens

Es wird in drei Gebieten gesucht. Eines ist in der Nähe der Stelle, wo sein Autos gefunden wurde und ein anderes Suchgebiet befindet sich mehr im Norden des Parks. Wie konkret die Hinweise sind, dass sich Jürgen Conings doch noch in diesem Gebiet aufhält, ist noch unklar. Offiziell hält die Polizei weiter alle Möglichkeiten offen, nämlich dass er noch lebt und sich weiter versteckt oder auch, dass er nicht mehr am Leben ist. Am Nachmittag hieß es dazu, es gebe keine Hinweise darauf, dass er nicht mehr am Leben sei. 

Seit die Bundesstaatsanwaltschaft in diesem Fall einen Untersuchungsrichter bestellt hat und seit bekannt ist, dass die Nachrichtendienste Jürgen Conings auf die Liste der Terrorverdächtigen führen, nennen wir bei der VRT den flüchtigen Soldaten ebenfalls einen Terrorverdächtigen. 

Unterdessen wurde in Sint-Niklaas (Ostflandern) ein 50 Jahre alter Neonazi und Holocaust-Leugner festgenommen, der zu den Unterstützern des Gesuchten gehören soll. Der Mann soll zudem verschiedene Personen bedroht haben. 

Jonas Roosens

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