Bürger erstatten Anzeige gegen Antwerpen und Flandern wegen schlechter Luftqualität

Antwerpener Bürger und Mitglieder verschiedener Aktivistengruppen haben am Samstag Anzeige gegen die Stadtverwaltung und die flämische Regierung erstattet. Sie werfen den Behörden Fahrlässigkeit vor und behaupten, dass sie nicht genug tun, um die schädlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung zu bekämpfen. 

Die Gruppe Recht Op Lucht ist der Meinung, dass die Stadt Antwerpen und die flämische Regierung direkt für die gesundheitlichen Auswirkungen der schlechten Luftqualität in der Schelde-Metropole verantwortlich sind.  

Luftverschmutzung verursacht Asthma und akute Atemwegsinfektionen, verstärkt aber auch die Folgen einer Corona-Virusinfektion. Die Harvard University hat herausgefunden, dass die Epidemie in Gebieten mit höherer Luftverschmutzung tödlicher ist.  

Mehrere flämische Forschungsinstitute sind außerdem zu dem Schluss gekommen, dass Menschen, die an einem Ort leben, an dem die Luft mehr Rußpartikel enthält, im Falle einer schweren Covid-19-Infektion generell länger künstlich beatmet werden müssen. 

Laut Tom Cox, einer der Initiatoren der Beschwerde, wirft den Behörden vor, sie wüssten sehr wohl was zu tun sei, würden es aber vorziehen, die Strafen mit unseren Steuern zu bezahlen. Das sei grobe Fahrlässigkeit. 

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