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Belgien spendet 4 Millionen Corona-Impfdosen für das Covax-Programm

Belgien stellt dem internationalen Covax-Programm insgesamt 4 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Belgiens Bundesministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Meryame Kitir (Vooruit), kündigte dies am Montag gegenüber VRT NWS an. Bei den gespendeten Impfdosen handelt es sich um Vakzine, deren Verabreichung in Belgien nur für bestimmte Altersgruppen vorgesehen sind und die nicht mehr vor ihrem Ablauf genutzt werden können.

Es geht dabei um Impfdosen der Hersteller AstraZeneca und Johnson & Johnson, die nach gesundheitlichen Problemen bei geimpften Personen im Rahmen der Impfkampagne in Belgien nur an bestimmte Altersgrenzen gebunden sind.

Entwicklungshilfeministerin Kitir sagte am Montagmorgen gegenüber VRT NWS, es wäre nicht ethisch, diese Impfdosen nicht zu nutzen, nur weil sie in Belgien nicht gebraucht werden (können): „Nur die Menschen im eigenen Land oder nur die in reichen Ländern zu impfen, gibt ein falsches Gefühl von Sicherheit.“ Man könne nicht riesige Zahlen an Menschen in anderen Ländern ungeimpft lassen, denn dies gebe auch Virus-Mutationen neuen Raum, sich zu entwickeln und zu verbreiten.

Weiter sagte Kitir dazu, dass die Not in einigen von Corona heimgesuchten Ländern in der Dritten Welt im Vergleich zu uns sehr groß sei: „Aktuell ist die Impfgeschwindigkeit in reichen Ländern 30 Mal schneller als in armen Ländern.“

Covax ist das internationale Corona-Impfprogramm für ärmere Länder, an dem unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, beteiligt sind. Die Impfdosen der belgischen Bundesregierung für Covax werden von den Lieferungen abgezweigt, die den hiesigen Gesundheitsbehörden in den kommenden Monaten geliefert werden. 

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