Blumen und Kerzen am Tatort

Im Brüsseler Stadtteil Evere: Mutter auf offener Straße erstochen

In Evere in Brüssel ist am Sonntagabend eine 36 Jahre alte Frau auf offener Straße erstochen worden, während sie mit ihrem Baby im Kinderwagen spazieren ging. Ein Verdächtiger wurde noch am Abend festgenommen. Ob der Verdächtige die Frau kannte, wird noch untersucht. 

Das Drama ereignete sich am Sonntagabend gegen 19 Uhr 30 in der Nähe des Friedhofs von Evere am Kreisverkehr an der Brussellaan, Ecke Franz Guillaumelaan (Foto unten). Die Frau ging hier mit ihrem gerade einmal einen Monat alten Baby im Buggy spazieren, als sie niedergestochen wurde.

Die 36 Jahre alte Frau, eine Mutter von insgesamt 3 Kindern, erlag noch am Sonntagabend ihren schweren Verletzungen. Ihrem Baby wurde nichts getan, es sei gesund und wohlauf, so die Staatsanwaltschaft. Die Angehörigen wurden von der Opferhilfe in Brüssel aufgefangen.

Die Polizei, die mit zahlreichen Beamten zum Tatort kam und die bei der Suche nach dem Täter von einem Hubschrauber unterstützt wurde, konnte am Sonntagabend einen Verdächtigen festnehmen.

Ob der mutmaßliche Täter sein Opfer überhaupt kannte, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft von Brüssel wollte sich dazu vorläufig nicht äußern. Die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ meldete, dass es vor der Tat zu einem Wortwechsel zwischen dem mutmaßlichen Täter und seinem Opfer gekommen ist. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Verdächtigen wegen Totschlag, wie am Montagnachmittag bekannt wurde. 

Ridouane Chahid (PS), der Bürgermeister von Evere, reagierte schockiert: „Wir stehen an der Seite der Familie und bieten ihr jede Hilfe, die sie braucht.“ Jede Frau müsse sich unbehelligt im öffentlichen Raum aufhalten können, so Chahid weiter: „Darüber werden wir wachen.“ 

In einer ersten Meldung wurde bei dem Opfer von einer 26 Jahre alten Frau gesprochen. Inzwischen korrigierte die Brüsseler Staatsanwaltschaft das Alter der Frau auf 36 Jahre. 

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