Neue Stechmückenart in Leuven entdeckt

Im Jahr 2018 fand das Institut für tropische Medizin von Antwerpen eine "Culex modestus"-Larve im Hafen von Antwerpen. Es war die erste Spur dieser Mückenart in Belgien. Ein Jahr später trafen sie bereits eine große Population der Culex modestus in einem Vorort von Leuven an. Das bestätigte am Dienstag die KU-Leuven-Dozentin Leen Delang in einem Artikel der Tageszeitung Het Nieuwsblad. Wie die gemeine Stechmücke auch die neue Artgenossin das Usutuvirus und das West-Nil-Virus verbreiten. 

Im Sommer 2019 hatten die Forscher Mückenfallen in Leuven aufgestellt. "Von den 107 gefangenen Mücken gehörte die Hälfte der "Culex modestus"-Art an. Ein Jahr später wurde dasselbe Ergebnis bestätigt, erklärte Professor Leen Delang. 

Vom Aussehen her gleicht sie der gewöhnlichen Stechmücke. Allerdings steht noch nicht fest, ob ihr Stich auch einen juckenden Hautausschlag verursacht. Sicher ist, dass die Culex modestus das Usutu-Virus und das West-Nil-Virus übertragen kann. Am Usutu-Virus sind bereits große Amselpopulationen in Belgien gestorben. Das West-Nil-Virus verursacht bei jedem fünften Infizierten grippeähnliche Symptome. 

Diesen Sommer werden unter anderem in Leuven und Lüttich neue Mückenfallen aufgestellt. Zusätzlich werden "Culex modestus"-Mücken im Labor infiziert, um zu prüfen, inwieweit diese Art Viren verbreiten kann.

Foto: Centers for Disease Control and Prevention

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