Lovis Corinth, Bloemen, Olieverf op doek, 81 x 66cm, 1913 © KMSKB, Brussel / foto: Photo d'Art Speltdoorn & Fils

Brüsseler Museum der Schönen Künste gibt von den Nazis enteignetes Gemälde an seine Besitzer zurück

Das Gemälde, ein Blumenstillleben aus dem Jahr 1913, gehörte einer jüdischen Familie und war im Zweiten Weltkrieg von den Nazis in Brüssel beschlagnahmt worden. Die Rückgabe ist den Bemühungen der Berliner Anwaltskanzlei Von Trott zu Solz Lammek zu verdanken, die sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat. 

Die Kanzlei hatte bereits 2016 einen Restitutionsantrag eingereicht, aber die Formalitäten verliefen nur zögerlich. Jetzt hat der für die Wissenschaftspolitik zuständige Staatssekretär Thomas Dermine (PS) seine Unterschrift unter den Antrag gesetzt. Dermine sagte, er freue sich, dass das Gemälde an die Familie des Künstlers zurückgegeben werden kann. "Es mag eine kleine Geste sein, aber es ist eine Wiedergutmachung für eine feige Plünderung, die auch beweist, dass wir nie den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren dürfen.  

Das Blumenstillleben gehörte einer jüdischen Familie, die nach Belgien geflüchtet war. Nach der Befreiung von der deutschen Besatzung wurde das Gemälde in einem Lager gefunden, in dem die Nazis geraubte Kunstwerke untergebracht hatten. Im Jahr 1951 wurde das Gemälde dem Brüsseler Museum der Schönen Künste geschenkt. 

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