Strenge Regeln für das Public Viewing der Fußball-EM

Ja, man darf! Großbildschirme aufstellen und bis zu 400 Fans einladen … Aber nur wenn die Corona-Zahlen weiterhin im grünen Bereich bleiben und strenge Abstands- und Hygienebedingungen eingehalten werden. Das haben die belgischen Bürgermeister aus einem Rundschreiben der Innenministerin erfahren. 

Am kommenden Freitag beginnt die Fußball-Europameisterschaft mit dem Spiel Türkei-Italien. Einen Tag später bestreiten die Roten Teufel ihr erstes Spiel gegen Russland. Für Städte und Gemeinden oder Veranstalter, die eine Großbildleinwand installieren möchten, gibt es während der Austragungen strenge Regeln zu beachten. 

In ihrem Rundschreiben empfiehlt Innenministerin Annelies Vanderlinden (CD&V) den Bürgermeistern, diese Veranstaltungen möglichst im Freien zu organisieren und den Zugang zu beschränken, damit es nicht zu Ansammlungen kommt. Deswegen sei es auch besser, ein Reservierungssystem zu verwenden. 

Die Bildschirme auf den Terrassen und Plätzen sollten so aufgestellt werden, dass Außenstehende das Geschehen nicht verfolgen können. Auf diese Weise will man Ansammlungen rund um das Ereignis vermeiden. 

Werden Getränke angeboten, müssen die Verbraucher in Gruppen von 4 Personen zusammensitzen. Wenn keine Bewirtung geboten wird, dürfen die Personen auch in 4er-Gruppen zusammenstehen. Jede Gruppe muss 1,5 Meter voneinander getrennt sein. 

Außerdem muss eine Zugangskontrolle am Eingang vorhanden sein, um gefährliche Gegenstände zu kontrollieren. 

Wirtschaftlich ungünstige Bedingungen

Pieter Verhoeven von Nomad Events, der die "Fanzonen" organisiert, sagt, dass es nicht einfach sein wird, die Zuschauer auf ihren Plätzen zu halten. "Wer die Bilder der Landesmeisterfeiern in Brügge gesehen hat, weiß, dass es sehr schwierig ist, Fußballfans im Zaum zu halten." 

Pieter Verhoeven bedauert, dass das Rundschreiben die Platzgegebenheiten nicht berücksichtigt: "400 Leute in einem Garten von 400 m² zusammenzubringen, ist etwas anderes, als auf einem großen Platz wie bei den Fanmeilen." Der Veranstalter glaubt auch, dass solche Veranstaltungen wirtschaftlich nicht sinnvoll sind. 

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