Jürgen Conings wird aus der Armee entlassen - Weitere Suchaktion mit Hubschraubern

Der weiterhin flüchtige rechtsradikale Soldat Jürgen Conings wird aus der belgischen Armee entlassen. Das Bundesverteidigungsmuseum hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Dazu gehört auch eine Amtsenthebung, da Conings den Rang eines Korporals trägt. Am Mittwoch wurde in der Provinz Limburg ein weiteres Mal nach dem bewaffneten Terrorverdächtigen gesucht.

Conings ist seit dem 19. Mai verschwunden und hat sich demnach unerlaubt aus dem Dienst verabschiedet. Der Korporal hat zudem ein Arsenal an Waffen bei der Armee gestohlen und er hatte mehrere Personen bedroht (die teilweise unter Polizeischutz stehen).

Von ihm geht eine potentielle Gefahr aus, weswegen ihn Polizei und Justiz als Terrorverdächtigen einstufen. Bundesverteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) gab dazu an, dass er seit dem auch keinen Sold mehr überwiesen bekommt.

Am Mittwoch wurde erneut nach ihm gesucht. In der Umgebung seines letzten Wohnorts in Dilsen-Stokkem waren erneut zahlreiche Polizisten mit Spürhunden und Mitglieder der SOKO Vermisste Personen unterwegs.

Am Mittwochabend wurden zudem zwei Hubschrauber eingesetzt, die die Ortschaften Maasmechelen, Eieden-Tuinwijk und Lanklaar und ihre Umgebung überflogen haben.

An Bord eines der Hubschrauber, die in einem Gewerbegebiet in Lanklaar starteten und landeten, war auch Alain Remue, der Leiter der SOKO Vermisste Personen. Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel gab nichts näheres zu dieser Aktion bekannt. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten