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Historisch: Renten von Selbstständigen werden jetzt wie die von Arbeitnehmern berechnet

Von nun an wird die Rente von Selbstständigen auf die gleiche Weise berechnet wie die von Arbeitnehmern. Die Kammer hat beschlossen, den sogenannten Korrekturkoeffizienten für die Berechnung der Selbstständigenrente abzuschaffen. Diese Entscheidung bedeutet bis zu mehreren hundert Euro Rente zusätzlich pro Monat. Der Vorsitzende des Selbstständigenverbands Unizo, Danny Van Assche, spricht von "einem historischen Moment". 

Seit den 1980er Jahren wird die Rente für Selbstständige auf der Basis von 69 Prozent des Berufseinkommens berechnet. Dieser Berichtigungskoeffizient wurde eingeführt, um den geringeren Beitrag der Selbstständigen zur Sozialversicherung im Vergleich zu den Arbeitnehmern auszugleichen.  

Da die Sozialversicherungsbeiträge inzwischen ähnlich hoch sind, hat die Regierung beschlossen, diese Berechnungsmethode fallen zu lassen. 

Hunderte Euros

Konkret wird ab dem Berufsjahr 2021 das Einkommen von Selbstständigen zu hundert Prozent für die Altersrente, die Hinterbliebenenrente und die ab 1. Januar 2022 geltenden Übergangsgelder angerechnet. Bei einer vollen Karriere kann das mehrere hundert Euro mehr pro Monat bedeuten.  

"Historisch"

Der Selbstständigenverband Unizo reagiert erfreut auf die Abschaffung des Berichtigungskoeffizienten. "Das ist ein historischer Moment. Ein Meilenstein", sagt Danny Van Assche, Geschäftsführer: “Für uns ist das ein absoluter Freudentag. Das macht einen großen Unterschied für die vielen Selbstständigen, die sich Sorgen um ihre zukünftige Rente gemacht haben." 

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