Der königliche Erlass über die Lockerung der Corona-Maßnahmen wurde veröffentlicht

Das belgische Amtsblatt hat am gestrigen Freitag die Maßnahmen für die erste Phase des "Sommerplans" der Lockerung der Corona-Richtlinien veröffentlicht, die von den Behörden am 11. Mai beschlossen worden waren. Verantwortlich hierfür ist Belgiens Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V, flämische Christdemokraten). Diese Maßnahmen treten am kommenden Mittwoch, dem 9. Juni, in Kraft.

Die Beschlüsse, die am Freitag während des Konzertierungsausschusses gefasst wurden, sind auch in dem Erlass enthalten, der gerade veröffentlicht wurde. Diese Maßnahmen, die unter anderem Versammlungen, das Gaststättengewerbe, Empfänge und Bankette, sowie die Anwesenheit von Publikum bei Veranstaltungen, kulturellen oder anderen Darbietungen, Sportwettkämpfen, Sporttraining und Kongressen, religiösen Gottesdiensten und Zeremonien, sportlichen Aktivitäten, Märkten und Jahrmarktsattraktionen sowie Demonstrationen betreffen, gelten bis zum 30. Juni.

Der königliche Erlass legt fest, dass das allgemeine Verbot des Verkaufs von alkoholischen Getränken zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens aufgehoben wird. Der Text legt auch fest, dass es nun erlaubt ist, mit zwei Personen gemeinsam einkaufen zu gehen (Kinder bis 12 Jahre und Begleitpersonen von Personen, die Hilfe benötigen, nicht mitgerechnet). "Gruppen von mehr als zwei Personen sind erlaubt, solange sie zum selben Haushalt gehören", so Ministerin Verlinden.

Nachtläden dürfen ab Mittwoch bis 23.30 Uhr geöffnet bleiben. Außerdem gibt es kein Zeitlimit mehr für den Besuch von Geschäften und Dienstleistern.

Begrenzte Rückkehr aus dem Homeoffice

Unternehmen, Verbände und Dienstleister können für ihre Mitarbeiter Rückkehrmomente aus dem Homeoffice einplanen. Diese dürfen maximal einen Arbeitstag pro Woche und Person wieder im Büro arbeiten. An selben Arbeitstag dürfen maximal 20 % der Personen, für die Homeoffice bisher Pflicht ist, gleichzeitig in ihrer Abteilung anwesend sein. In mittelständischen Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern dürfen maximal fünf Personen in der Firma anwesend sein.

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