Die reservierungspflichtigen Direktzüge zur Küste sind für die belgische Bahn ein Erfolg

Am vergangenen Wochenende haben über 1.000 Tagesausflügler ihre Fahrt in Richtung belgische Küste mit einem der neuen Direktzüge gemacht. Dabei lösten sie im Vorfeld ihr Ticket und reservierten damit ihre Fahrt. Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB sprach von einem gelungenen ersten Testwochenende mit diesen reservierungspflichtigen Direktzügen zur Küste.

Im kommenden Sommer werden nach diesem erfolgreichen Testwochenende Direktzüge zur belgischen Küste eingesetzt, in denen eine Fahrt reserviert werden muss. Diese Tickets sind nur 1 € teurer, als ein normaler Fahrschein in Richtung Küste. 

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB hatte die Idee zu solchen Zügen nach den Erfahrungen aus dem letzten Sommer, als die Züge aus den Ballungsräumen im Inland, die einen der Badeorte an der Nordsee als Zielbahnhof hatten, regelmäßig überfüllt waren, was das Bahnfahren für Berufspendler und andere regelmäßige Reisenden unangenehm machte und was letzten Endes auch nicht unbedingt Corona-gerecht war.

Am vergangenen Wochenende fuhren 20 reservierungspflichtige Direktzüge von Gent-Sint-Pieters, Brüssel-Süd/Midi, Antwerpen-Zentral und Lüttich-Guillemins aus ohne Zwischenhalt nach Blankenberge, De Panne, Knokke oder Ostende und abends wieder zurück.

Bahnsprecher Dimitri Temmerman sagte dazu: „Die Reisenden haben sich durch einen Extra-Euro für die Reservierung nicht abhalten lassen.“ Das Ziel, Bahnfahrten für Tagesausflügler zur Küste durch dieses Reservierungssystem in diesen Coronazeiten sicherer zu gestalten, ist also aufgegangen.

Nun bleibt zu hoffen, dass dieses System auch nach Corona bestehen bleibt, denn auch dann sind die Züger zur Küste derart überfüllt, dass Berufspendler und andere „normale“ Fahrgäste keine angenehme Fahrt haben. Von Arbeiten im Zug ist dann z.B. ganz zu schweigen, wie der Autor dieser Zeilen aus jahrelanger Pendler-Erfahrung weiß. 

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