Belgiens Wirtschaft befindet sich im Aufschwung - Viele offene Stellen

Die belgische Wirtschaft befindet sich laut Nationalbank im Aufschwung. Im Zeitraum April bis Juni betrug das Wachstum 1,3 %, also mehr als erwartet. Inzwischen registrieren die Arbeitsämter wieder mehr offene Stellen. Alleine der Eisenbahn-Infrastrukturdienstleister Infrabel sucht aktuell rund 400 zusätzliche Mitarbeiter mit technischen Profilen. 

Die Belgische Nationalbank (BNB) registrierte im Zeitraum April bis Juni 2021 einen Wirtschaftsaufschwung um 1,3 %. Im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte der Aufschwung noch bei 1 % gelegen. Die Nationalbank geht davon aus, dass die Verbraucher wieder mehr konsumieren und investieren werden, jetzt, wo sich schrittweise ein Ende der Coronakrise andeutet.

Zudem steigen aktuell auch die Ausgaben der staatlichen Institutionen und die Investitionen in Immobilien ziehen wieder an, wie die BNB feststellt. Die Nationalbank geht davon aus, dass das Wachstum im laufenden zweiten und auch im dritten Quartal weiter steigen wird. Erwartet wird auch, dass die Unternehmen wieder mehr investieren.

Viele offene Stellen in Flandern

Aktuell zeigt sich dies auch im Bereich der offenen Stellen. Alleine das flämische Landesarbeitsamt VDAB bietet gerade über 28.500 Stellen an (ohne die Stellenangebote der Zeitarbeitsfirmen). Das sind rund 75 % mehr Stellenofferten als im Mai 2020.

Damit ist der negative Einfluss der Coronakrise auf die Wirtschaft und auf den Arbeitsmarkt nach Ansicht von Analysten so gut wie vorbei. Was sich beim VDAB zeigt, ist auch in anderen Bereichen und in den anderen Landesteilen in Belgien zu beobachten. 

Infrabel sucht Techniker

Der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, Infrabel, sucht noch in diesem Jahr rund 400 neue Mitarbeiter, doch es scheint kein leichtes Unterfangen zu sein, diese auch zu finden, da die meisten Jobs im technischen Bereich angeboten werden.

Kandidaten mit den geeigneten Profilen sind in Belgien Mangelware und die meisten Berufe, die Infrabel sucht, gehören zu den sogenannten „Engpass-Berufen“, in denen es problematisch ist, geeignetes Personal zu finden. 

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