Entspannung durch den Regen: Die Grundwasserpegel in Flandern haben sich deutlich erholt

An 3 von 4 Messstationen in Flandern zeigen die Grundwasserpegel einen normalen bis sehr hohen Stand. Dies lässt die Flämische Umweltgesellschaft (VMM) wissen. Der regnerische und eher kühle Monat Mai hat dabei geholfen, die seit mehreren Jahren bedenklich tiefen Pegel wieder nach oben zu korrigieren.

Für die Natur und die Landwirtschaft im belgischen Bundesland Flandern hatte der vergangene Monat Mai mit ein bisschen Sonne, kaum heißen Temperaturen und vor allem mit seinem vielen Regen quasi nur Gutes in petto. Mehr Niederschlag und weniger Verdampfung haben die Pegelstände beim Grundwasser deutlich nach oben gebracht. Laut VMM sind die Grundwasserpegel an 3 von 4 Messstationen normal, hoch und sogar lokal sehr hoch.

Das bedeutet aber immer noch, dass die Pegel an einem Viertel aller Messpunkte weiter niedrig bis sehr niedrig sind. Vor allem im Osten Flanderns bleibt das Problem der niedrigen Grundwasserstände weiter akut.

Allgemein aber, also an drei Vierteln der Messpunkte, sind die Stände in den vergangenen Monaten und erst recht im Mai um bis zu 200 % gestiegen. Hoch bis sehr hoch sind sie in der Umgebung der Dender, der unteren Schelde und der Polder von Brügge. Zufriedenstellend sind sie im Rest des Landes, doch im Dijle- und im Demerbecken bleiben sie für diese Jahreszeit weiter zu tief. 

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"Das Blatt kann sich schnell wieder wenden"

Katrien Smet, die Sprecherin der VMM, ist erst einmal zufrieden, doch gegenüber VRT NWS warnte sie davor, dass das auch wieder schnell verpuffen könne: „Wir beginnen den Sommer mit guten Werten, doch ein paar Wochen mit warmen Wetter und ohne Regen können das Blatt schnell wieder wenden.“

Das bedeutet, dass in Flandern über den Umgang mit Wasser stärker nachgedacht werden muss. Einige Initiativen laufen bereits, wie z.B. die Kampagne „Waterwinners“ der flämischen Landfrauenbewegung Ferm. Hier wird daran erinnert, dass der Wasservorrat für die zukünftigen Generationen gesichert werden muss. Und das beginne bereits im eigenen Haushalt und um eigenen Garten… 

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