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Kortrijk und Knokke: Funde aus dem Zweiten Weltkrieg in westflämischen Städten

In der westflämischen Zentrumstadt Kortrijk sorgte am Mittwoch eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg für Aufregung (Foto oben). Mehrere Bewohner aus der Umgebung des Fundortes mussten kurzzeitig evakuiert werden. Und im Küstenbadeort Knokke-Heist ist ein Schutzkeller aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs wiederentdeckt worden (Fotos unten).

Bei Baggerarbeiten für den Bau eines neuen Wohnhauses am Pottelberg in Kortrijk ist am Mittwoch eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Baggerführer war auf einen harten Gegenstand gestoßen und der erwies sich als eine alte Bombe. Die Stadt Kortrijk erließ kurzzeitig Katastrophenalarm und einige Anwohner wurden evakuiert.

Der Kampfmittelräumdienst der belgischen Armee, DOVO, konnte den Sprengkörper rasch entschärfen und abtransportieren. Derweil wurde an einer anderen Baustelle im Stadtteil Rodenburg in Kortrijk ein weiterer Weltkriegs-Sprengkörper gefunden. Dieser erwies sich als eine Granate. Da DOVO ohnehin schon in der Stadt war, wurde auch dieser Auftrag schnell erledigt…

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

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Schutzkeller in Küstennähe

In Duinbergen bei Knokke-Heist ist im Zuge der Erneuerung des Astridplatzes ein alter Schutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg wiederentdeckt worden. Dieser Keller wurde nach dem Krieg einfach mit Erde verfüllt und geriet in Vergessenheit, außer vielleicht bei einigen Senioren, die dort noch Schutz vor dem Kriegsgeschehen gesucht haben.

Philippe Vlietinck (CD&V), Knokkes Schöffe für öffentliche Arbeiten, sprach gegenüber dem VRT-Sender Radio 2 von einem schönen Fund: „Das ist ein schönes Stück Kulturerbe, wenn einige unserer älteren Einwohner haben sich als Kind hier noch in diesem Keller verstecken müssen.“ 

Die Stadt will jetzt prüfen, wie die Reste dieses Kellers geschützt werden können und wie die Bauarbeiten am Astridplatz weitergehen, ohne dessen Bestandteile zu zerstören. Ein Stück des Kellers soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Der Großteil aber wird wieder unter dem Platz verschwinden, wenn die Bauarbeiten im Herbst abgeschlossen werden. 

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